Ein Roll-up ist schnell aufgebaut, leicht zu transportieren und auf Messen, Veranstaltungen, im Empfang oder Verkaufsraum kaum zu übersehen. Damit die große Werbefläche ihre Wirkung entfaltet, reicht es allerdings nicht, einen vorhandenen Flyer einfach auf zwei Meter Höhe zu vergrößern.

Bei einem guten Roll-up müssen Format, Betrachtungsabstand, Schriftgröße, Bildqualität, Sicherheitsbereiche und Informationsmenge zusammenpassen. Eine Botschaft, die auf einem DIN-A4-Blatt funktioniert, kann auf einem zwei Meter hohen Display trotzdem schwer erfassbar sein.

In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du dein Roll-up richtig gestaltest, welche Maße bei Meteor-Medien zur Verfügung stehen und worauf du beim Anlegen der Druckdaten achten solltest. Wenn du direkt starten möchtest, kannst du dein Roll-up im Meteor-Medien-Druckshop auswählen, gestalten oder mit fertigen Druckdaten bestellen.

Das Wichtigste vorab: Ein Roll-up muss aus Entfernung funktionieren. Reduziere die Gestaltung auf eine klare Hauptbotschaft, ausreichend große Schrift, ein starkes Motiv und einen eindeutigen nächsten Schritt. Beschnitt, Sicherheitsabstand und Kassettenbereich richtest du anschließend immer nach dem Datenblatt des konkret gewählten Roll-up-Systems aus.
Überladenes und übersichtlich gestaltetes Roll-up im Vergleich
Eine klare Hierarchie ist bei einem Roll-up wichtiger als möglichst viele Informationen auf der Fläche.

Welche Roll-up-Größen gibt es bei Meteor-Medien?

Bevor du mit dem Layout beginnst, solltest du das gewünschte Roll-up auswählen. Das ist wichtig, weil sich nicht nur die Breite, sondern auch Nutzung, Betrachtung und Gestaltung unterscheiden.

Im aktuellen Roll-up-Sortiment von Meteor-Medien stehen Mini-, Classic- und Premium-Systeme in mehreren Größen zur Verfügung.

Roll-up-System Format Geeignete Nutzung
Mini 210 × 297 mm Tisch, Theke, Empfang, Beratung
Classic 800 × 2.000 mm Messe, Verkaufsraum, Veranstaltung, Präsentation
Premium 850 × 2.000 mm universelles Bodendisplay
Premium 1.000 × 2.000 mm größere Bildwirkung und mehr Gestaltungsraum
Premium 1.200 × 2.000 mm starke Marken- oder Produktdarstellung
Premium 1.500 × 2.000 mm besonders breite Präsentationsfläche

Mini

Mit 210 × 297 mm entspricht die sichtbare Grundgröße DIN A4. Das System wird typischerweise aus kurzer Distanz betrachtet und eignet sich für Theke, Tisch oder Beratungssituation.

Classic

Das 800 × 2.000 mm große Classic-System ist ein schlankes Bodendisplay für typische Messe-, Verkaufs- und Präsentationssituationen.

Premium

Die Premium-Systeme bieten mehrere Breiten von 850 bis 1.500 mm. Zusätzliche Breite sollte vor allem für Bildwirkung, Typografie und Weißraum genutzt werden – nicht für mehr Fließtext.

Falls du noch nicht entschieden hast, ob ein Roll-up überhaupt das passende Werbesystem ist, hilft dir der Ratgeber Roll-up, Banner oder Beachflag im Vergleich. Der neue Beitrag hier setzt einen Schritt später an: Das System steht fest – jetzt geht es um die konkrete Gestaltung und die Druckdaten.

Ein Roll-up ist kein hochkant gestellter Flyer

Einer der häufigsten Gestaltungsfehler entsteht schon am Anfang: Ein vorhandener Flyer wird genommen, auf Roll-up-Größe skaliert und anschließend mit zusätzlichen Elementen ergänzt.

Das funktioniert meistens nicht. Ein Flyer wird in der Hand gehalten. Der Leser kann kleine Texte lesen, zurückspringen und einzelne Abschnitte in Ruhe erfassen. Ein Roll-up wird dagegen häufig zunächst im Vorbeigehen und aus mehreren Metern Entfernung wahrgenommen.

Praxisregel: Wenn ein Besucher erst näher kommen und mehrere Absätze lesen muss, um das Angebot zu verstehen, übernimmt das Roll-up die falsche Aufgabe. Es sollte Interesse erzeugen und zur nächsten Handlung führen – nicht die komplette Webseite ersetzen.

Welche Informationen gehören auf ein Roll-up?

Ein gutes Roll-up beantwortet vor allem vier Fragen:

  1. Wer bist du? Marke oder Unternehmen müssen eindeutig erkennbar sein.
  2. Was bietest du an? Die Hauptleistung sollte innerhalb weniger Sekunden verständlich werden.
  3. Warum ist das interessant? Zwei bis vier konkrete Vorteile reichen häufig aus.
  4. Was soll der Betrachter tun? Zum Beispiel Produkt ansehen, Termin vereinbaren, Angebot anfordern oder QR-Code scannen.

Die Drei-Zonen-Regel für das Layout

Oben: erkennen

Logo, Hauptheadline und zentrale Botschaft gehören in den schnell sichtbaren Bereich. Dieser Teil sollte auch funktionieren, wenn Menschen oder Möbel den unteren Bereich teilweise verdecken.

Mitte: verstehen

Hier wirken ein großes Motiv, ein Produktbild oder wenige Nutzenargumente. Die Mitte ist bei vielen Roll-ups die wichtigste visuelle Fläche.

Unten: handeln

Call-to-Action, QR-Code oder kurze Webadresse führen zum nächsten Schritt. Dabei muss jedoch der technische Bereich der Kassette berücksichtigt werden.

Überall: reduzieren

Je wichtiger die Botschaft, desto weniger Konkurrenz sollte sie auf der Fläche haben. Weißraum ist kein verlorener Platz, sondern verbessert die Wahrnehmung.

Welche Schriftgröße braucht ein Roll-up?

Eine universelle Schriftgröße gibt es nicht. Die Lesbarkeit hängt unter anderem von Betrachtungsabstand, Schriftart, Strichstärke, Groß- und Kleinschreibung, Kontrast, Hintergrund und Beleuchtung ab.

Eine dünne Schrift mit 100 pt kann schlechter lesbar sein als eine kräftige Schrift mit 80 pt. Deshalb sollte die Punktgröße immer nur als Ausgangspunkt dienen.

Textebene Praktischer Startwert bei 2-m-Roll-ups Zweck
Hauptheadline ca. 80–140 pt aus mehreren Metern schnell erfassbar
Subheadline ca. 40–70 pt Hauptbotschaft ergänzen
Nutzenpunkte ca. 28–45 pt bei Annäherung gut lesbar
Zusatzinformationen nur so klein wie nötig Details für kurze Nahbetrachtung
Wichtig: Diese Werte sind keine technische Druckvorgabe. Unterschiedliche Schriftarten wirken bei identischer Punktgröße unterschiedlich groß. Prüfe deshalb immer die tatsächliche Lesbarkeit deines Layouts.

Der 2-Meter-Test

Betrachte die Gestaltung nicht ausschließlich direkt am Monitor. Prüfe sie aus ungefähr zwei bis drei Metern Entfernung und stelle dir vier Fragen:

  • Kann ich die Headline sofort lesen?
  • Erkenne ich die Marke?
  • Verstehe ich das Angebot?
  • Sehe ich, was ich als Nächstes tun soll?

Wenn du dich konzentrieren musst, um eine Aussage zu lesen, ist sie für ein Roll-up wahrscheinlich zu klein, zu kontrastarm oder zu umfangreich.

Beschnitt, Sicherheitsabstand und Kassette richtig berücksichtigen

Beschnitt und Sicherheitsabstand werden häufig miteinander verwechselt. Der Beschnitt liegt außerhalb des später sichtbaren Endformats und gleicht produktionstechnische Toleranzen aus. Der Sicherheitsabstand schützt wichtige Inhalte innerhalb der Fläche.

Die Grundlagen erklären wir ausführlich in unserem Beitrag Beschnitt und Sicherheitsabstand einfach erklärt.

Sichere Gestaltungsbereiche bei Werbesystemen mit QR-Code und Randzonen
Wichtige Inhalte gehören in sichere Bereiche. Beim Roll-up muss zusätzlich die Konstruktion der Kassette berücksichtigt werden.

Warum es keinen universellen Millimeterwert gibt

Roll-up-Systeme unterscheiden sich konstruktiv. Deshalb wäre es falsch, für jedes System pauschal denselben Beschnitt oder denselben freien Bereich am unteren Rand anzugeben.

Für dein Meteor-Medien-Roll-up gilt deshalb:

  1. konkretes Roll-up und Format auswählen,
  2. zugehörige Produktvorgaben beziehungsweise das Datenblatt prüfen,
  3. Dokument exakt danach anlegen,
  4. erst anschließend wichtige Inhalte positionieren.
Nicht ganz unten platzieren: Logo, Telefonnummer, QR-Code, Webadresse oder andere wichtige Informationen dürfen nicht blind bis an den unteren Rand gesetzt werden. Prüfe zuerst, welcher Teil der Grafik durch das Kassettensystem technisch beansprucht oder weniger gut sichtbar ist.

Welche Auflösung brauchen Bilder auf einem Roll-up?

Bei kleinen Druckprodukten wird häufig mit 300 ppi gearbeitet. Für ein zwei Meter hohes Roll-up ist dieser Wert jedoch nicht automatisch notwendig, weil der typische Betrachtungsabstand größer ist.

Bei Roll-ups und anderen großformatigen Präsentationsflächen können bei üblicher Betrachtungsdistanz etwa 150 bis 200 ppi effektive Bildauflösung ein sinnvoller Ausgangspunkt sein. Entscheidend bleiben Motiv, tatsächliche Ausgabegröße und die aktuelle Produktvorgabe.

Ausführlich erklären wir das im Ratgeber 300 dpi einfach erklärt: Welche Auflösung braucht dein Druckprodukt?.

Beispiel: Classic 800 × 2.000 mm

Ein vollflächiges Rasterbild in 800 × 2.000 mm benötigt rechnerisch ungefähr:

  • bei 150 ppi: rund 4.724 × 11.811 Pixel
  • bei 200 ppi: rund 6.299 × 15.748 Pixel

Das bedeutet nicht, dass deine gesamte Roll-up-Datei als riesiges JPEG gebaut werden sollte. Im Gegenteil: Logos, Schriften, Linien und Icons bleiben als Vektoren deutlich effizienter und unabhängig von der Größe scharf.

Rasterbild oder Vektor?

Rasterbilder

Fotos und andere Pixelbilder benötigen genügend effektive Auflösung in ihrer tatsächlichen Ausgabegröße.

Vektoren

Logos, Icons, Linien und viele Illustrationen bleiben beim Skalieren sauber und sollten möglichst vektorbasiert erhalten bleiben.

Komplette Datei

Vermeide es, das gesamte Layout als einzelnes niedrig aufgelöstes JPEG zu exportieren. Dabei werden auch Text und Logos unnötig gerastert.

Welche Formate sich für Druckdaten eignen, erfährst du zusätzlich im Beitrag PNG, JPG, SVG oder PDF? Das richtige Dateiformat für den Druck.

Das Mini-Roll-up braucht eine andere Gestaltung

Das Mini-Roll-up von Meteor-Medien besitzt ein Format von 210 × 297 mm und entspricht damit DIN A4. Es wird normalerweise deutlich näher betrachtet als ein zwei Meter hohes Bodendisplay.

Dadurch kann die Gestaltung etwas informationsreicher ausfallen. Geeignete Inhalte sind beispielsweise:

  • Hinweise auf Aktionen
  • Öffnungszeiten
  • kleine Produktübersichten
  • Informationen auf Theke oder Beratungstisch
  • Preis- oder Angebotsinformationen
  • QR-Code zu weiterführenden Informationen

Für ein vollflächiges A4-Rasterbild entsprechen 300 ppi ungefähr 2.480 × 3.508 Pixel. Weitere Informationen zu DIN A4 und anderen Papierformaten findest du in unserem Ratgeber DIN-Formate einfach erklärt.

Welche Bilder eignen sich für ein Roll-up?

Ein Roll-up benötigt nicht möglichst viele Bilder, sondern möglichst ein starkes Hauptmotiv.

Gut funktionieren beispielsweise:

  • freigestellte Produkte
  • eine Person in einer klar erkennbaren Situation
  • hochwertige Anwendungsfotos
  • große Detailaufnahmen
  • prägnante Illustrationen

Problematisch sind häufig Collagen aus vielen kleinen Bildern, Screenshots, niedrig aufgelöste Webgrafiken, komplexe Diagramme oder Motive mit zahlreichen kleinen Details.

Aus Entfernung denken: Ein großes Produktfoto bleibt aus mehreren Metern erkennbar. Sechs kleine Bilder nebeneinander können dagegen zu einer unruhigen Fläche verschwimmen.

Farben und Kontrast richtig einsetzen

Eine große Fläche verzeiht schlechte Kontraste nicht. Helle graue Schrift auf weißem Hintergrund kann am Monitor elegant aussehen, auf einer Veranstaltung unter wechselnder Beleuchtung aber schwer lesbar werden.

Achte besonders bei der Hauptbotschaft auf einen deutlichen Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund. Gleichzeitig sollte das Roll-up eindeutig zu deinem Corporate Design passen – mit Markenfarben, Logo, Hausschriften und wiederkehrender Bildsprache.

Warum Bildschirmfarben und Druckfarben unterschiedlich funktionieren und weshalb das konkrete Farbprofil entscheidend ist, erklären wir im Beitrag CMYK oder RGB? So vermeidest du Farbabweichungen beim Drucken.

QR-Code auf dem Roll-up richtig einsetzen

Ein QR-Code ist besonders praktisch, wenn das Roll-up bewusst wenig Text enthält. Er kann beispielsweise zu einer Produktseite, einer Terminbuchung, einem Katalog, einer Landingpage oder einer Messeaktion führen.

Der QR-Code braucht einen klaren Grund

Setze nicht einfach nur einen Code auf die Fläche. Formuliere daneben, was nach dem Scan passiert:

  • Sortiment entdecken
  • Termin vereinbaren
  • Produktdetails ansehen
  • Messeangebot sichern
  • Mehr erfahren

Ruhezone und Scanentfernung berücksichtigen

Ein QR-Code benötigt eine freie Ruhezone rund um den eigentlichen Code. Die QR-Spezifikation von DENSO WAVE sieht dafür vier Module auf allen Seiten vor. Auf einem Roll-up solltest du zusätzlich gestalterische Reserve einplanen.

Teste den Code vor der Bestellung mit mehreren Smartphones aus ungefähr der Entfernung, aus der Besucher ihn tatsächlich scannen sollen. Kontrolliere außerdem die mobile Zielseite – ein perfekt gedruckter QR-Code bringt wenig, wenn die Landingpage anschließend nicht mobil funktioniert.

Wie viele Informationen passen auf ein Roll-up?

Eine hilfreiche Regel lautet: Je wichtiger eine Information ist, desto weniger Konkurrenz sollte sie auf der Fläche haben.

Teile deine Inhalte deshalb in drei Ebenen ein:

Ebene 1: sofort verstehen

Eine klare Aussage wie „Arbeitskleidung individuell bedrucken lassen“ oder „Verpackungen ab Kleinauflage“.

Ebene 2: Entscheidung unterstützen

Zwei bis vier kurze Vorteile, Leistungsmerkmale oder Anwendungsbeispiele.

Ebene 3: nächsten Schritt ermöglichen

QR-Code, Webadresse oder eine konkrete Handlungsaufforderung.

Alles Weitere

Gehört auf die Webseite, in einen Flyer, einen Katalog oder in das persönliche Gespräch – nicht zwangsläufig auf das Roll-up.

Wie unterscheiden sich 800, 850, 1.000, 1.200 und 1.500 mm?

Mehr Breite verändert die visuelle Wirkung deutlich. Sie sollte aber nicht automatisch zu mehr Text führen.

Format Gestalterische Stärke Empfehlung
800 × 2.000 mm Classic kompakt und vertikal eine Hauptbotschaft, ein Motiv, wenige Nutzenpunkte
850 × 2.000 mm Premium universeller Allrounder klassischer Aufbau mit Logo, Headline, Bild und CTA
1.000 × 2.000 mm Premium mehr Raum für Bildwirkung größeres Keyvisual oder großzügigere Typografie
1.200 × 2.000 mm Premium starke Markenpräsenz Produkt- oder Markendarstellung mit viel visueller Ruhe
1.500 × 2.000 mm Premium breite Präsentationsfläche breite Motive oder mehrere groß dargestellte Produkte – nicht mehr Fließtext

Alle aktuellen Varianten kannst du direkt bei den Roll-ups von Meteor-Medien auswählen und online konfigurieren.

Roll-up gestalten: Vorlage, Onlinedesigner oder eigene Druckdatei?

Bei Meteor-Medien stehen dir auf der Produktseite verschiedene Wege zur Verfügung. Damit eignet sich das Roll-up sowohl für Nutzer mit fertigen Druckdaten als auch für Unternehmen, die direkt online gestalten möchten.

Designvorlage verwenden

Ein schneller Ausgangspunkt, wenn Grundstruktur und Format bereits vorgegeben sein sollen. Texte, Bilder, Farben und Logo können anschließend angepasst werden.

Online selbst gestalten

Geeignet, wenn du eine klare Idee hast, aber kein professionelles Layoutprogramm verwenden möchtest.

Fertige Datei hochladen

Für Druckdaten aus InDesign, Illustrator, Affinity, Canva oder anderen Programmen. Vor dem Upload unbedingt Format und produktspezifische Vorgaben kontrollieren.

Druckdaten Schritt für Schritt prüfen

  1. Richtiges System auswählen: Classic 800 × 2.000 mm ist nicht dasselbe wie Premium 850 × 2.000 mm.
  2. Datenblatt des Produkts verwenden: Endformat, Beschnitt, Sicherheitsabstand und Kassettenbereich kontrollieren.
  3. Randabfallende Elemente korrekt anlegen: Bilder und Farbflächen nach konkreter Produktvorgabe bis in den vorgesehenen Beschnitt führen.
  4. Wichtige Inhalte schützen: Logo, Text und QR-Code innerhalb der sicheren Bereiche platzieren.
  5. Bildqualität kontrollieren: Auf effektive Auflösung in tatsächlicher Ausgabegröße achten.
  6. Logos möglichst als Vektoren verwenden: So bleiben Kanten und Schriften sauber.
  7. Schriften prüfen: Keine unbeabsichtigten Ersetzungen, fehlenden Zeichen oder zu feinen Schnitte.
  8. Farben kontrollieren: Aktuelle Produktionsvorgaben des ausgewählten Produkts beachten.
  9. Gesamtfläche ansehen: Nicht nur Details bei hoher Zoomstufe kontrollieren, sondern die Gesamtwirkung beurteilen.

Die häufigsten Fehler beim Roll-up gestalten

Fehler Warum problematisch? Besser
Zu viel Text Im Vorbeigehen nicht erfassbar eine Hauptbotschaft plus wenige Ergänzungen
Schrift zu klein am Monitor lesbar, aus 2–3 m kaum sichtbar realistische Distanz testen
850-mm-Datei für Classic verwenden Classic hat 800 mm Breite Format immer nach gewähltem System anlegen
Pauschalen Beschnitt übernehmen Systeme können unterschiedliche Vorgaben haben konkretes Produktdatenblatt nutzen
Wichtige Inhalte ganz unten Kassettenbereich kann die Sichtbarkeit beeinträchtigen technische Zone berücksichtigen
Kleines JPEG-Logo auf großer Fläche sichtbar unscharf Vektordatei verwenden
Gesamtes Layout als JPEG auch Schrift und Logo werden gerastert geeignetes PDF mit Vektorelementen verwenden
300 ppi für alles erzwingen unnötig große Dateien bei Großformaten Auflösung nach Endgröße und Distanz beurteilen
Schlechter Kontrast unter Messe- oder Ladenbeleuchtung schwer lesbar klare Hell-Dunkel-Trennung
QR-Code nur am Monitor testen reale Scanentfernung fehlt mit mehreren Smartphones im Praxistest prüfen

Checkliste: Roll-up vor dem Druck prüfen

  • Das richtige Roll-up-System wurde ausgewählt.
  • Das Dokument besitzt die richtige Größe.
  • Die aktuelle Produktvorlage beziehungsweise das Datenblatt wurde geprüft.
  • Beschnitt und Sicherheitsbereiche entsprechen der Produktvorgabe.
  • Der Kassettenbereich wurde berücksichtigt.
  • Logo und Hauptbotschaft sind schnell erkennbar.
  • Die Headline ist aus realistischer Entfernung lesbar.
  • Es gibt nicht zu viel Fließtext.
  • Bilder besitzen ausreichende effektive Auflösung.
  • Logos und geeignete Grafikelemente liegen möglichst als Vektoren vor.
  • Farben entsprechen der vorgesehenen Druckausgabe.
  • Schriften werden korrekt dargestellt.
  • QR-Codes besitzen genügend freie Fläche.
  • QR-Codes wurden mit Smartphones getestet.
  • Die verlinkte Zielseite funktioniert mobil.
  • Telefonnummern, URLs und Namen wurden auf Tippfehler geprüft.
  • Die Gesamtgestaltung wurde noch einmal aus Distanz betrachtet.
  • Die finale Vorschau im Druckshop wurde kontrolliert.

Roll-up direkt gestalten und bestellen

Wähle im Meteor-Medien-Druckshop zwischen Mini, Classic und verschiedenen Premium-Größen. Je nach Ausgangslage kannst du mit einer Vorlage starten, online gestalten oder fertige Druckdaten hochladen.

Roll-ups im Druckshop ansehen · Designservice nutzen

Häufige Fragen zu Roll-up-Gestaltung und Druckdaten

Welche Maße hat ein Roll-up?

Das hängt vom System ab. Bei Meteor-Medien gibt es aktuell ein Mini-Roll-up mit 210 × 297 mm, Classic mit 800 × 2.000 mm sowie Premium-Systeme mit 850, 1.000, 1.200 und 1.500 × 2.000 mm.

Welche Roll-up-Größe ist am besten?

Das hängt von Stellfläche, Einsatz und gewünschter Wirkung ab. Für eine kompakte Präsentation kann ein schmales System ausreichen. Soll die Fläche besonders präsent wirken oder ein breites Motiv zeigen, bieten die größeren Premium-Varianten mehr Gestaltungsspielraum.

Wie groß sollte die Schrift auf einem Roll-up sein?

Es gibt keine universelle Mindestgröße. Für die Hauptheadline eines zwei Meter hohen Roll-ups können ungefähr 80–140 pt ein sinnvoller Ausgangspunkt sein. Schriftart, Kontrast und Betrachtungsabstand sind jedoch wichtiger als der Punktwert allein.

Braucht ein Roll-up 300 dpi?

Nicht zwingend. Weil große Roll-ups aus größerer Entfernung betrachtet werden, kann bei Rasterbildern häufig eine effektive Auflösung von ungefähr 150–200 ppi ausreichen. Die konkrete Produktvorgabe und das Motiv bleiben entscheidend.

Wie viel Beschnitt braucht ein Roll-up?

Dafür sollte kein allgemeiner Wert verwendet werden. Nutze das Datenblatt beziehungsweise die Druckvorlage des konkret gewählten Roll-up-Systems.

Wo sollte der QR-Code auf einem Roll-up stehen?

Der QR-Code sollte gut sichtbar, ausreichend groß und außerhalb kritischer Rand- oder Kassettenbereiche platziert werden. Teste ihn unbedingt aus der tatsächlich geplanten Scanentfernung.

Kann ich mein Roll-up bei Meteor-Medien online gestalten?

Ja. Auf der Roll-up-Produktseite kannst du je nach gewähltem Produkt mit einer Designvorlage starten, online gestalten oder ein fertiges Design hochladen.

Was ist besser: Classic oder Premium?

Das hängt vom Einsatz ab. Classic ist mit 800 × 2.000 mm kompakt. Die Premium-Systeme stehen in mehreren Breiten von 850 bis 1.500 mm zur Verfügung und bieten mehr Auswahl bei der Präsentationsfläche.

Fazit: Ein gutes Roll-up muss aus der Entfernung funktionieren

Die technische Qualität der Druckdaten ist wichtig – aber sie allein macht noch kein gutes Roll-up. Entscheidend ist, ob ein Besucher innerhalb weniger Sekunden versteht, wer hinter dem Roll-up steht, was angeboten wird, warum das interessant ist und was er als Nächstes tun soll.

Reduziere deine Gestaltung deshalb auf eine klare Botschaft, arbeite mit ausreichend großer Schrift und einem starken Hauptmotiv und berücksichtige den tatsächlichen Betrachtungsabstand.

Für die Druckdaten gilt anschließend: Verwende nicht irgendeinen allgemeinen Wert für Beschnitt, Sicherheitsabstand oder Kassettenbereich. Wähle zuerst das konkrete Roll-up und richte deine Datei nach dessen aktueller Vorlage beziehungsweise Datenvorgabe aus.

So entsteht aus einer zwei Meter hohen Druckfläche keine übergroße Broschüre, sondern ein Werbemittel, das auch im Vorbeigehen verstanden wird.

Quellen und weiterführende Informationen