DRUCKWISSEN · DATEIFORMAT-RATGEBER
Dein Logo liegt als JPG vor, der T-Shirt-Konfigurator verlangt ein PNG und die Druckerei möchte am liebsten ein PDF. Welches Dateiformat ist nun wirklich richtig?
Die kurze Antwort: Für Fotos eignet sich meist ein hochwertiges JPG, für freigestellte Pixelmotive ein transparentes PNG, für skalierbare Logos ein echtes SVG oder Vektor-PDF und für komplette Drucklayouts ein PDF/X nach Produktionsvorgabe.
Entscheidend ist aber nicht allein die Dateiendung. Inhalt, spätere Größe und Druckverfahren müssen zusammenpassen. Ein JPG kann eine hervorragende Druckdatei sein. Ein PDF kann dagegen trotz professioneller Endung ungeeignet sein. Dieser Ratgeber zeigt dir, worauf du bei Papier, Werbemitteln und Textilien wirklich achten solltest.
Das Wichtigste in Kürze
- JPG ist für Fotos meist die platzsparende und völlig geeignete Wahl – wenn Pixelzahl und Qualität stimmen.
- PNG eignet sich für Pixelmotive mit transparentem Hintergrund, ist aber nicht beliebig skalierbar.
- SVG ist ideal für Logos und klare Grafiken, sofern die Datei tatsächlich aus Vektorpfaden besteht.
- PDF ist ein Container. Erst korrekte Einstellungen, Schriften, Farben, Seitenformat und Preflight machen daraus eine belastbare Druckdatei.
- Für DTG, DTF, Sublimation, Flexdruck, Siebdruck und Stick gelten unterschiedliche Anforderungen.
- Die Vorgabe für das konkrete Produkt und Produktionssystem hat immer Vorrang vor allgemeinen Faustregeln.
Welches Dateiformat ist das richtige? Die Schnellwahl
Wenn du gerade nur wissen möchtest, welche Datei du verwenden sollst, hilft diese Übersicht:
| Anwendung | Meist passende Datei | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| Foto ohne Transparenz | JPG | Hohe Qualität, genügend Pixel, passendes Farbprofil |
| Freigestelltes Pixelmotiv | PNG | Echte Transparenz und ausreichende Größe im Endformat |
| Logo, Schriftzug oder flächige Grafik | SVG oder Vektor-PDF | Echte Pfade, Schriften und eingebettete Ressourcen prüfen |
| Flyer, Broschüre oder fertiges Seitenlayout | PDF/X | Endformat, Beschnitt, Schriften, Farben und Bilder kontrollieren |
| DTG- oder DTF-Motiv | häufig transparentes PNG | Endgröße, Alpha-Kanten und RGB-/sRGB-Vorgabe prüfen |
| Flex-, Flock- oder Schneideplot | SVG oder Vektordatei | Geschlossene, maschinenlesbare Schneidepfade |
| Stickerei | digitalisierte Stickdatei | SVG, PDF oder PNG sind zunächst nur Vorlagen; Produktion benötigt etwa DST oder PES |
Merkregel: Foto = JPG. Transparenz = PNG. Skalierbares Logo = SVG oder Vektor-PDF. Fertiges Drucklayout = PDF/X. Maschinenpfad oder Stick = spezieller Produktionsdatensatz.
Motiv schon fertig? Im Textil-Konfigurator wählst du Produkt, Stückzahl, Position und gewünschte Wirkung. Deine Angaben und die hochgeladene Datei werden anschließend persönlich geprüft.
Pixel, Vektor oder PDF-Container?
Bevor wir die vier Formate einzeln vergleichen, lohnt sich eine wichtige Unterscheidung: Eine Dateiendung sagt nicht automatisch, welche Daten tatsächlich darin stecken.
JPG und PNG sind Pixelgrafiken
Pixelbilder bestehen aus einem festen Raster einzelner Bildpunkte. Werden sie stark vergrößert, sinkt ihre effektive Auflösung und Kanten können unscharf oder treppenförmig wirken. Ob ein Pixelbild reicht, hängt deshalb immer von seinen Pixelmaßen und der späteren Ausgabegröße ab.
Wie du Pixelzahl, Endformat und effektive Auflösung richtig beurteilst, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber 300 dpi einfach erklärt.
Vektorgrafiken bestehen aus Pfaden
Vektoren beschreiben Linien, Kurven und Flächen mathematisch. Ein sauber aufgebautes Logo lässt sich deshalb von der Visitenkarte bis zum Messedisplay vergrößern, ohne pixelig zu werden. Das ist besonders wichtig für Schriftzüge, Piktogramme, Schneidekonturen und flächige Illustrationen.
Aber: Nicht jede Datei mit der Endung SVG oder PDF enthält ausschließlich Vektoren. Eingebettete Fotos und Pixelbilder bleiben auch in diesen Formaten auflösungsabhängig.
PDF ist ein Container
Eine PDF kann Text, Schriften, Vektorobjekte, Fotos, Transparenzen, Farbprofile und Sonderfarben gemeinsam enthalten. Genau das macht sie für fertige Seitenlayouts so praktisch. Die Endung allein ist aber kein Qualitätssiegel: Ein kleines JPG, das in eine PDF gespeichert wurde, bleibt ein kleines Pixelbild.
PNG, JPG, SVG und PDF im Vergleich
| Format | Datenart | Transparenz | Besonders geeignet | Typisches Risiko |
|---|---|---|---|---|
| JPG/JPEG | Pixel | Nein | Fotos und weiche Farbverläufe | Zu starke Kompression, zu wenige Pixel |
| PNG | Pixel | Ja, Alphakanal | Freigestellte Motive, Screenshots, Grafiken mit harten Kanten | Zu klein angelegt, unsaubere transparente Säume |
| SVG | Vektor und mögliche Pixelinhalte | Ja | Logos, Schriftzüge, Icons und Schneidepfade | Eingebettete Pixelbilder, fehlende Schriften oder inkompatible Effekte |
| Container für Pixel, Vektor und Text | Je nach PDF-Standard | Komplette Drucklayouts und kontrollierte Übergabe | Falscher Export, fehlender Beschnitt, nicht eingebettete Schriften |
JPG/JPEG: die richtige Wahl für Fotos
JPG beziehungsweise JPEG komprimiert Bilddaten in üblichen Workflows verlustbehaftet. Das spart Speicherplatz und funktioniert besonders gut bei Fotos mit vielen Farbabstufungen. Ein hochwertig gespeichertes Kamera-JPG kann deshalb eine ausgezeichnete Bildquelle für Poster, Fotoprodukte, Flyer oder Broschüren sein.
Problematisch wird JPG bei sehr starker Kompression, mehrfacher Neuspeicherung und Motiven mit kleinen Schriften oder scharfen Kanten. Dann entstehen sichtbare Blöcke, Ringe oder ausgefranste Konturen. Transparenz unterstützt das Format nicht.
- Gut für: Fotografien und kontinuierliche Farbverläufe
- Weniger gut für: Logos, QR-Codes, kleine Schrift und freigestellte Motive
- Prüfen: Pixelmaße, Exportqualität, sichtbare Artefakte und Farbprofil
Die Aussage „JPG kann man nicht professionell drucken“ ist daher falsch. Nicht die Endung entscheidet, sondern die Qualität der tatsächlich gelieferten Bilddaten.
PNG: für Transparenz und feste Motivgrößen
PNG komprimiert verlustfrei und kann einen Alphakanal für transparente oder halbtransparente Bereiche enthalten. Das macht das Format praktisch für freigestellte Pixelmotive, Screenshots und Grafiken, die ohne rechteckigen Hintergrund auf einem Produkt erscheinen sollen.
Verlustfrei bedeutet jedoch nicht beliebig skalierbar. Ein kleines PNG bleibt ein kleines Pixelbild. Außerdem sieht der PNG-Standard RGB-, Graustufen- und indizierte Farbdaten, aber kein natives CMYK- oder Sonderfarbenmodell vor.
Besonders bei Textildruck solltest du den Rand des Motivs auf einem hellen und einem dunklen Hintergrund kontrollieren. Weiße oder dunkle Säume fallen auf Stoff häufig deutlicher auf als im Bildbearbeitungsprogramm. Halbtransparente Pixel können bei DTF je nach Produktionssystem zusätzlich problematisch sein.
- Gut für: transparente Pixelmotive in definierter Endgröße
- Weniger gut für: beliebig skalierbare Logos und komplette mehrseitige Layouts
- Prüfen: Transparenz, Säume, Pixelmaße und verlangten RGB-/sRGB-Workflow
Wichtig: Ein transparenter PNG-Rand ist keine Schneidekontur. Ein Plotter benötigt einen definierten Vektorpfad.
SVG: für Logos, Schriftzüge und skalierbare Grafiken
SVG ist ein XML-basiertes Grafikformat. Echte Vektorformen bleiben unabhängig von der Ausgabegröße scharf. Damit eignet sich SVG sehr gut als Masterdatei für Logos, flächige Illustrationen, Symbole und Schneidepfade.
Ein SVG kann laut W3C-Spezifikation allerdings auch Text, Filter, Masken, verknüpfte Ressourcen und eingebettete Pixelbilder enthalten. Deshalb ist „SVG“ nicht automatisch gleichbedeutend mit „reine Vektordatei“.
Für die Übergabe sollten Schriften eingebettet, mitgeliefert oder – wenn der Produktionsbetrieb es verlangt – in Pfade umgewandelt werden. Komplexe Filter, Transparenzen und Effekte können von Programmen unterschiedlich interpretiert werden. Für ein komplettes Printlayout ist ein geprüftes PDF/X meist zuverlässiger.
- Gut für: Logos, Schriftzüge, Icons, einfache Illustrationen und Schneidepfade
- Weniger gut für: vollständige mehrseitige Drucklayouts und rein fotografische Motive
- Prüfen: echte Pfade, eingebettete Bilder, Schriften, Zeichenfläche und Effekte
PDF und PDF/X: für komplette Drucklayouts
Eine PDF ist für Flyer, Broschüren, Karten, Plakate und andere vollständige Layouts meist die beste Übergabeform. Sie kann Seitenformat, Beschnitt, Schriften, Fotos, Vektoren und Farben gemeinsam transportieren.
Damit daraus eine Produktionsdatei wird, müssen die Exportvorgaben stimmen. Häufig wird ein PDF/X-Standard verlangt:
| Standard | Vereinfacht erklärt | Wann sinnvoll? |
|---|---|---|
| PDF/X-4 | Erhält lebende Transparenzen und kann farbverwaltete RGB-, CMYK-, Grau- und Sonderfarbdaten enthalten. | Häufig die bessere Wahl für moderne, farbmanagementfähige Workflows. |
| PDF/X-1a | Beschränkt die Ausgabe auf CMYK, Grau und Sonderfarben; Transparenzen müssen reduziert sein. | Wenn der Produktionsbetrieb diesen älteren Workflow ausdrücklich verlangt. |
PDF/X-Konformität allein beweist trotzdem nicht, dass eine Datei für deinen Auftrag richtig ist. Ein Preflight muss unter anderem Endformat, tatsächlichen Beschnitt, effektive Bildauflösung, Schriften, Farbräume, Sonderfarben und Überdruck prüfen. Adobe beschreibt diese Kontrollen im Acrobat-Preflight.
Merke: Eine PDF ist nicht automatisch eine Vektordatei. Und eine Vektor-PDF ist nicht automatisch ein vollständiges, druckfertiges Seitenlayout.
Welches Format passt zu welchem Druckprodukt?
| Projekt | Sinnvolle Ausgangsdatei | Finale Übergabe |
|---|---|---|
| Foto auf Poster oder Leinwand | Hochwertiges JPG oder TIFF | Je nach Anbieter Bilddatei oder fertiges PDF |
| Flyer oder Visitenkarte | JPG/PNG für Bilder, SVG/Vektor für Logo | PDF/X nach Datenvorgabe |
| Mehrseitige Broschüre | Layoutdatei mit verknüpften Bildern und Schriften | Mehrseitiges PDF/X als Einzelseiten |
| Aufkleber mit Freiform | Motiv plus definierter Vektorpfad | PDF oder anderes Format nach Schneidesystem |
| Logo auf Werbemitteln | SVG oder Vektor-PDF | Format richtet sich nach Druck- oder Gravurverfahren |
| Banner und Großformat | Vektorlayout und ausreichend große Pixelbilder | Meist PDF nach Maßstab und Produktdatenblatt |
Ein Beispiel zeigt den Unterschied zwischen Quelle und fertiger Datei: Das Familienfoto für ein Poster darf als hochwertiges JPG vorliegen. Sobald du jedoch Text, Logo, Endformat und Beschnitt zu einem vollständigen Plakat kombinierst, ist ein korrekt exportiertes PDF meist die bessere Übergabe.
Wenn du vor dem Export noch das richtige Seitenmaß klären musst, hilft dir unser Überblick zu DIN-Formaten und Papiergrößen.
Welches Dateiformat braucht der Textildruck?
Beim Textildruck entscheidet das Veredelungsverfahren besonders stark über die richtige Datei. „T-Shirt-Druck“ kann Digitaldirektdruck, Transfer, Sublimation, Siebdruck, Plot oder Stick bedeuten – und jedes Verfahren verarbeitet andere Produktionsinformationen.
DTG, DTF und Sublimation: Pixelmotive und Transparenz
Für DTG und DTF ist ein transparentes PNG in der späteren Druckgröße häufig eine sichere Ausgangsbasis. Manche Anbieter akzeptieren zusätzlich PDF, TIFF, PSD, AI oder JPG. Die geforderte Auflösung liegt je nach System meist zwischen 150 und 300 ppi; 300 ppi im Endformat sind ein konservativer Zielwert.
Auf dunklen Textilien erzeugt die Produktionssoftware häufig eine weiße Unterlegung. Transparenz bedeutet deshalb nicht automatisch, dass keine weiße Tinte eingesetzt wird. DTF reagiert außerdem empfindlich auf sehr kleine, isolierte oder halbtransparente Elemente, weil dort Farbe und Kleber nicht stabil haften können.
Bei Sublimation werden häufig JPG oder PNG in RGB beziehungsweise sRGB verarbeitet. Klassische Sublimation besitzt keine weiße Tinte: Weiße oder transparente Stellen zeigen die Farbe des Materials. Deshalb funktioniert sie besonders gut auf weißen oder hellen Polyesterflächen und polymerbeschichteten Produkten.
Flex, Flock und Siebdruck: Vektorpfade und Farben
Ein Schneideplotter benötigt geschlossene Vektorpfade. Ein JPG oder PNG enthält keine maschinenlesbare Schnittlinie. Farbverläufe und Halbtransparenzen lassen sich im klassischen Flex- oder Flockdruck ebenfalls nicht wie ein Foto schneiden.
Auch im Siebdruck sind Vektordaten für Logos und klar getrennte Volltonfarben oft ideal. Fotografische Motive können zwar gedruckt werden, müssen aber passend zum konkreten Betrieb separiert und gerastert werden. Sonderfarben, Weißunterlegung und Mindestlinienstärken sind daher immer mit der Produktion abzustimmen.
Stickerei: Die Bildvorlage ist noch keine Stickdatei
Für eine Stickerei können SVG, PDF oder ein freigestelltes PNG gute Vorlagen sein. Die Stickmaschine benötigt jedoch eine digitalisierte Datei, zum Beispiel DST oder PES. Dabei werden Sticharten, Stichdichte, Reihenfolge, Unterlage und Garnfarben für Größe und Material festgelegt.
Ein bloßer Export eines Logos in ein Stickformat ersetzt diese Digitalisierung nicht. Sehr kleine Texte, feine Linien und enge Zwischenräume müssen häufig vereinfacht werden, damit das Motiv auf Stoff sauber funktioniert.
Auch der Farbmodus folgt nicht der pauschalen Regel „Druck ist immer CMYK“. Manche DTG- und Sublimationssysteme erwarten ausdrücklich RGB oder sRGB. Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber CMYK oder RGB – welcher Farbmodus passt?
Vier Prüfungen vor dem Datei-Upload
1. Endgröße und Auflösung prüfen
Prüfe ein Pixelmotiv immer in der tatsächlich gedruckten Größe. Eine Datei kann 300 ppi anzeigen und trotzdem zu wenige Pixel enthalten. Umgekehrt kann ein großes Foto trotz eines gespeicherten Werts von 72 ppi für dein Endformat ausreichen.
2. Farbmodus und Profil abstimmen
Verwende RGB, CMYK, Sonderfarben und ICC-Profile so, wie es das konkrete Produktdatenblatt verlangt. Eine unkontrollierte Konvertierung kurz vor dem Upload kann Farben stärker verändern als ein sauberer, abgestimmter Workflow.
3. Transparenz und Kanten kontrollieren
Lege freigestellte Motive testweise auf einen weißen, schwarzen und farbigen Hintergrund. So erkennst du helle Säume, dunkle Mattierungen und halbtransparente Pixel, die im Editor kaum auffallen.
4. Schriften, Beschnitt und Produktionspfade prüfen
Bei Layouts müssen Schriften eingebettet, Seitenformat und Anschnitt korrekt sowie randabfallende Elemente tatsächlich bis in den Beschnitt gezogen sein. Bei Konturschnitt, Lack, Weißdruck oder Folienveredelung kommen exakt benannte Sonderfarben beziehungsweise Vektorpfade hinzu.
Häufige Mythen und Fehler bei Druckdateien
| Mythos | Was wirklich stimmt |
|---|---|
| „PNG ist immer hochwertiger als JPG.“ | PNG komprimiert verlustfrei, kann aber fehlende Details nicht zurückholen. Für Fotos ist ein gutes JPG oft sinnvoller. |
| „JPG eignet sich nicht für professionellen Druck.“ | Ein hochwertiges JPG kann hervorragende Fotodaten liefern. |
| „SVG ist immer eine reine Vektordatei.“ | SVG kann eingebettete Pixelbilder, Schriften und Effekte enthalten. |
| „PDF ist automatisch Vektor und druckfertig.“ | PDF kann ungeeignete Pixelbilder, falsche Farben oder fehlenden Beschnitt enthalten. |
| „JPG als SVG oder PDF speichern macht es zum Vektor.“ | Das Pixelbild wird meist nur in einen anderen Container eingebettet. |
| „Ein transparentes PNG enthält eine Schneidekontur.“ | Für den Maschinenschnitt wird ein definierter Vektorpfad benötigt. |
| „Für Druck muss alles CMYK sein.“ | DTG, Sublimation, Fotodruck und andere Workflows erwarten häufig RGB oder sRGB. |
| „300 dpi reparieren eine schlechte Datei.“ | Ein neuer Zahlenwert erzeugt keine verlässlich vorhandenen Bilddetails. |
Beispiele aus der Druckpraxis
- Familienfoto auf einem Poster: Das hochauflösende Kamera-JPG ist eine gute Quelle. Text, Logo, Endformat und Beschnitt werden für ein vollständiges Plakat in einem PDF zusammengeführt.
- Firmenlogo auf einem schwarzen Hoodie: Eine echte Vektordatei ist am flexibelsten. Für einen festgelegten DTG- oder DTF-Druckbereich kann auch ein ausreichend großes transparentes PNG passend sein.
- Vierseitiger Flyer: Nicht vier einzelne PNG-Dateien, sondern ein geprüftes, mehrseitiges PDF/X nach Vorgabe.
- Freiform-Aufkleber: Das Motiv allein reicht nicht. Zusätzlich wird eine definierte Vektor-Schneidekontur benötigt.
- Flex-Schriftzug: Geschlossene Vektorpfade statt Pixelgrafik; Folienfarbe und Mindestdetails nach Materialvorgabe auswählen.
- Vereinslogo als Stickerei: SVG oder PNG dienen als Vorlage. Die Produktion benötigt anschließend eine passend digitalisierte Stickdatei.
- Screenshot oder Messenger-Bild: Die sichtbare Vorschau kann täuschen. Kompression und geringe Pixelzahl machen oft eine Reinzeichnung oder neue Gestaltung sinnvoll.
Checkliste: Ist deine Datei bereit?
- Produkt, Material und Druck- beziehungsweise Veredelungsverfahren sind festgelegt.
- Die endgültige Motiv- oder Seitengröße ist bekannt.
- Es liegt möglichst die Originaldatei statt eines Screenshots oder Messenger-Downloads vor.
- Pixelbilder besitzen in der Endgröße genügend effektive Auflösung.
- Ein vermeintliches SVG oder Vektor-PDF enthält tatsächlich Pfade.
- Transparenz und Freistellungsränder wurden auf hellen und dunklen Flächen kontrolliert.
- RGB, CMYK, ICC-Profil und Sonderfarben entsprechen der konkreten Produktionsvorgabe.
- Schriften sind eingebettet oder nach ausdrücklicher Anforderung in Pfade umgewandelt.
- Endformat, Beschnitt und Sicherheitsabstände stimmen.
- Schneidekonturen, Weißkanäle oder Veredelungspfade sind nach Systemvorgabe angelegt.
- Texte, Kontaktdaten, QR-Codes und Nutzungsrechte wurden geprüft.
- Die finale Datei wurde visuell kontrolliert und – bei PDF – einem passenden Preflight unterzogen.
Du hast nur einen Screenshot, eine Skizze oder ein kleines Weblogo? Der Designservice für Druckprodukte und Textilien prüft mit dir, ob Anpassung, Reinzeichnung oder eine neue Gestaltung der sinnvollste Weg ist.
Häufige Fragen zu PNG, JPG, SVG und PDF
Ist PNG oder JPG besser für den T-Shirt-Druck?
Für ein freigestelltes Pixelmotiv ist meist PNG besser, weil es Transparenz unterstützt. Für ein rechteckiges Foto kann ein hochwertiges JPG genügen. Entscheidend sind Druckverfahren, Endgröße und die Vorgabe des Produktionsbetriebs.
Kann ein JPG professionell gedruckt werden?
Ja. Ein hochwertiges JPG mit genügend Pixeln, geringer Kompression und passendem Farbprofil ist für Fotos sehr gut geeignet. Für kleine Schrift, Logos und harte Kanten sind Vektoren oder verlustfreie Grafikformate meist besser.
Ist ein PDF automatisch druckfertig?
Nein. Eine PDF kann falsche Seitenmaße, fehlenden Beschnitt, nicht eingebettete Schriften oder zu kleine Bilder enthalten. Für den konkreten Auftrag müssen Exportstandard und Inhalt geprüft werden.
Kann ich ein JPG einfach in SVG umwandeln?
Ein bloßes Speichern als SVG macht aus Pixeln keine Vektoren. Für eine echte Vektordatei muss das Motiv sauber nachgezeichnet beziehungsweise vektorisiert und anschließend kontrolliert werden.
Wie erkenne ich eine echte Vektordatei?
Öffne die Datei in einem Vektorprogramm und prüfe, ob sich Formen als einzelne Pfade auswählen lassen. Starkes Zoomen ist nur ein Hinweis: Ein eingebettetes hochauflösendes Bild kann ebenfalls lange scharf wirken.
Brauche ich RGB oder CMYK?
Das hängt vom Produktionssystem ab. Klassischer Offsetdruck verlangt häufig CMYK. DTG, Sublimation, Fotodruck und manche Digitaldrucksysteme arbeiten dagegen mit RGB-Eingabedaten. Maßgeblich ist das aktuelle Produktdatenblatt.
Welches Dateiformat benötigt eine Stickerei?
Für die Maschine wird eine digitalisierte Stickdatei wie DST oder PES benötigt. SVG, PDF, JPG oder PNG können als Vorlage dienen, enthalten aber noch keine passenden Stichinformationen.
Kann ich einen Screenshot oder ein WhatsApp-Bild drucken lassen?
Manchmal nur sehr klein. Screenshots und Messenger-Bilder besitzen häufig zu wenige Pixel oder wurden stark komprimiert. Für Logos und Schriftzüge ist eine Reinzeichnung meist die bessere Lösung.
Du hast eine fertige Datei – oder erst eine Idee?
Wenn dein Motiv bereits vorliegt, wählst du im Textil-Konfigurator Produkt, Einsatz, Menge, Position und gewünschte Wirkung. Deine Angaben und die hochgeladene Datei werden anschließend persönlich geprüft.
Du hast nur einen Screenshot, eine Skizze, ein kleines Logo oder noch keine druckfertige Gestaltung? Unser Designservice unterstützt bei Anpassung, Reinzeichnung oder Neuentwicklung – passend zu Produkt, Material und Veredelung.
Die technische Eignung wird persönlich geprüft. Anpassung oder Neugestaltung sind separate Leistungen und werden vor der Produktion transparent abgestimmt. Das Dateiformat allein garantiert weder exakte Farben noch die Eignung jedes Details für jedes Material.
Quellen und weiterführende Informationen
- W3C: Portable Network Graphics (PNG) Specification
- JPEG Committee: JPEG-Standard und Grundlagen
- W3C: Scalable Vector Graphics (SVG) 2
- ISO: PDF/X-4 nach ISO 15930-7
- Adobe: PDF-Preflight in Acrobat Pro
- Brother: Artwork-Vorgaben für DTG
- Sawgrass: RGB- und Auflösungsvorgaben für Sublimation
Hinweis: Akzeptierte Dateiformate, Auflösung, Farbprofil, Beschnitt, Mindestlinienstärken und Produktionspfade können sich je nach Produkt und Betrieb unterscheiden. Prüfe vor dem Export immer das aktuelle Datenblatt.

