DRUCKWISSEN · TEXTILDRUCK-RATGEBER
Manche Kinderzeichnungen hängen eine Zeit lang am Kühlschrank. Andere sind so besonders, dass man sie am liebsten überallhin mitnehmen möchte. Auf einem T-Shirt wird aus dem Bild vom Papier ein persönliches Lieblingsstück – für das Kind selbst, für Eltern und Großeltern oder als besondere Erinnerung an Kita, Schule und Familie.
Du brauchst dafür keine fertige Profi-Grafik. Ein sauberer Scan oder ein gutes Smartphone-Foto kann als Ausgangspunkt vollkommen ausreichen. Entscheidend ist, dass die Zeichnung richtig aufgenommen, behutsam aufbereitet und passend zu Textilfarbe, Material und Druckverfahren umgesetzt wird.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie aus der Kinderzeichnung eine geeignete Druckdatei und schließlich ein tragbares Unikat wird – ohne dass die kleinen Unregelmäßigkeiten verloren gehen, die das Bild so besonders machen.

Das Wichtigste in Kürze
- Flache Zeichnungen auf normalem Papier lassen sich am zuverlässigsten scannen.
- 300 ppi reichen, wenn das Motiv ungefähr in Originalgröße gedruckt wird. Soll es deutlich größer werden, sind 600 ppi beim Scannen sinnvoll.
- Ein gutes Smartphone-Foto kann ebenfalls funktionieren, wenn Kamera und Papier parallel ausgerichtet und gleichmäßig beleuchtet sind.
- Für ein freigestelltes Motiv ist eine PNG-Datei mit transparentem Hintergrund meist die beste Übergabedatei.
- Für farbige Einzelstücke auf Baumwolle eignet sich häufig der DTG-Direktdruck. DTF ist besonders flexibel bei dunklen Textilien, Mischgeweben und unterschiedlichen Materialien.
- Ein helles Shirt gibt Buntstift, Aquarell und Pastelltöne meist natürlicher wieder als ein dunkles.
- Vor der Produktion sollten Datei, Motivgröße, Platzierung und Shirtfarbe gemeinsam geprüft und freigegeben werden.
Welche Kinderzeichnungen eignen sich für ein T-Shirt?
Grundsätzlich lassen sich viele Arten von Kinderzeichnungen auf Textilien übertragen:
- Filzstift- und Finelinerbilder
- Buntstiftzeichnungen
- Wachsmalbilder
- Wasserfarben und Aquarell
- Fingerfarben
- Bleistiftzeichnungen
- selbst geschriebene Namen und kurze Botschaften
- Collagen und Bilder mit aufgeklebten Elementen
Wie gut sich ein Motiv umsetzen lässt, hängt nicht davon ab, ob es „perfekt“ gezeichnet ist. Viel wichtiger sind ein ausreichender Kontrast, eine brauchbare Aufnahme und eine Aufbereitung, die zum gewünschten Ergebnis passt.
Sehr helle Bleistiftlinien können auf Stoff schnell schwächer wirken als auf Papier. Neon-, Metallic- und Glitzerstifte lassen sich im normalen Farbdruck ebenfalls nicht immer originalgetreu wiedergeben. Solche Motive sind nicht grundsätzlich ausgeschlossen, sollten aber vorab besonders sorgfältig geprüft werden.
Unser Tipp: Lass dein Kind mitentscheiden, welches Bild verwendet wird und ob seine Signatur, der Papierhintergrund oder kleine Flecken erhalten bleiben sollen. Schließlich wird aus seinem Kunstwerk ein Produkt.
Scannen oder fotografieren: Was ist besser?
Für die meisten flachen Papierzeichnungen ist ein Scanner die beste Wahl. Er erfasst das Bild gleichmäßig, vermeidet Kameraschatten und erzeugt keine schiefen Papierkanten. Fotografieren ist sinnvoll, wenn das Original empfindlich, gewellt, sehr groß oder plastisch ist.
| Ausgangsmaterial | Empfohlene Methode | Warum? |
|---|---|---|
| Filzstift, Fineliner, Buntstift | Scannen | gleichmäßige Schärfe und Beleuchtung |
| Wachsmalstift, deckende Wasserfarbe | meistens scannen | Farben und Blattfläche werden sauber erfasst |
| Pastell, Kreide, Kohle, weicher Graphit | fotografieren | direkter Kontakt kann das Motiv verwischen |
| Collage oder aufgeklebte Elemente | fotografieren | Höhen und Schatten können bewusst erhalten werden |
| stark gewelltes oder sehr großes Papier | fotografieren | lässt sich nicht sauber auf das Scannerglas legen |

So scannst du die Zeichnung richtig
- Reinige das Scannerglas, damit Staub und Fingerabdrücke nicht mit erfasst werden.
- Scanne im Farbmodus – auch dann, wenn die Zeichnung überwiegend schwarz ist.
- Nutze 300 ppi, wenn das Bild ungefähr in seiner ursprünglichen Größe gedruckt werden soll.
- Nutze 600 ppi, wenn eine kleine Zeichnung deutlich vergrößert wird oder sehr feine Linien enthält.
- Deaktiviere möglichst aggressive automatische Schärfung, Entrauschung und Farbverbesserung.
- Bewahre den unveränderten Originalscan auf und bearbeite nur eine Kopie.
Epson empfiehlt für Druckanwendungen 200 bis 300 dpi und bei einer späteren Verdopplung der Bildgröße eine entsprechend höhere Scanauflösung – beispielsweise 600 statt 300 dpi. Mehr zu den Scanauflösungen bei Epson.
So fotografierst du die Zeichnung mit dem Smartphone
Auch ein modernes Smartphone kann eine gute Vorlage liefern. Entscheidend ist weniger das Kameramodell als der Aufbau:
- Lege das Papier auf einen ebenen, matten Untergrund.
- Reinige die Kameralinse.
- Nutze die Hauptkamera und keinen Digitalzoom.
- Halte das Smartphone exakt parallel über die Zeichnung.
- Aktiviere das Kameraraster, um die Papierkanten auszurichten.
- Fotografiere bei gleichmäßigem, diffusem Licht.
- Vermeide direkten Blitz, harte Sonne und Schatten deiner Hände.
- Fülle das Bild möglichst mit der Zeichnung, ohne wichtige Ränder abzuschneiden.
- Übertrage anschließend die Originaldatei.
Ein Bild, das über einen Messenger verkleinert oder mehrfach als JPEG gespeichert wurde, kann deutlich weniger Details enthalten als die ursprüngliche Aufnahme. Am besten lädst du deshalb die unveränderte Datei direkt hoch.
Wie viele Pixel braucht die Zeichnung?
Bei Bilddateien entscheidet nicht allein der eingetragene „dpi“-Wert. Wichtig sind die vorhandenen Pixel in Verbindung mit der tatsächlichen Druckgröße. Wird dasselbe Bild größer gedruckt, verteilen sich seine Pixel auf eine größere Fläche und die effektive Auflösung sinkt.
Die einfache Formel lautet:
Benötigte Pixel = Druckgröße in Zentimetern ÷ 2,54 × gewünschte ppi
| Gewünschte Motivbreite | Benötigte Pixel bei 300 ppi |
|---|---|
| 10 cm | ca. 1.181 px |
| 15 cm | ca. 1.772 px |
| 20 cm | ca. 2.362 px |
| 25 cm | ca. 2.953 px |
| 26 cm | ca. 3.071 px |
| 30 cm | ca. 3.543 px |
Ein Bild mit 3.000 Pixeln Breite kann bei 300 ppi also ungefähr 25,4 Zentimeter breit gedruckt werden. Wird es auf 50 Zentimeter vergrößert, bleiben nur noch rund 150 ppi übrig.
Möchtest du genauer verstehen, warum eine Datei mit „300 dpi“ trotzdem zu klein sein kann? In unserem Ratgeber 300 dpi einfach erklärt findest du Formeln, Beispiele und weitere Druckgrößen.
Du bist dir bei deiner Datei unsicher? Schicke uns die vorhandene Zeichnung, den Scan oder das Foto. Über den Textil-Konfigurator von METEOR-Medien kannst du dein Projekt unverbindlich anfragen und die Datei persönlich prüfen lassen.
Vom Foto zur sauberen Druckdatei
Ein Foto oder Scan ist zunächst nur das digitale Ausgangsmaterial. Vor dem Textildruck wird geprüft, welche Teile erhalten bleiben sollen und welche lediglich durch die Aufnahme entstanden sind.
Was bei der Aufbereitung korrigiert werden kann
- schiefe Perspektive und verzogene Papierkanten
- Schatten und ungleichmäßige Beleuchtung
- gelbe oder blaue Farbstiche
- Staub, Knicke und unbeabsichtigte Flecken
- zu schwache Kontraste
- ein ungewollter Papierhintergrund
- weiße Ränder nach dem Freistellen
Was den Charakter des Bildes ausmacht
Ungleichmäßige Linien, Übermalungen, ungewöhnliche Proportionen oder eine etwas krumme Handschrift sind keine technischen Fehler. Genau diese Details machen eine Kinderzeichnung unverwechselbar. Sie sollten nur verändert werden, wenn du und dein Kind das ausdrücklich möchtet.
Auch automatisches Vektorisieren ist nicht immer die beste Lösung. Dabei werden Striche technisch nachgezeichnet und geglättet. Für eine einfache schwarze Silhouette kann das sinnvoll sein. Bei Buntstift, Wachsmalstift und Aquarell können jedoch Struktur und Persönlichkeit verloren gehen.
Soll der Papierhintergrund mitgedruckt werden?
Diese Entscheidung verändert die Wirkung des Shirts deutlich.
Möglichkeit 1: Das vollständige Blatt bleibt sichtbar
Papierfarbe, Knicke und Struktur werden als rechteckige Fläche mitgedruckt. Das kann besonders bei Aquarell, Fingerfarben oder einer bewusst gestalteten Blattfläche sehr authentisch wirken.
Möglichkeit 2: Nur die Zeichnung wird freigestellt
Der Papierhintergrund wird transparent. Zwischen den Linien erscheint später die Farbe des T-Shirts. Diese Variante wirkt häufig ruhiger und lässt sich flexibler auf unterschiedliche Textilien setzen.
Möglichkeit 3: Das Motiv erhält eine neue Grundform
Statt einer freien Kontur kann die Zeichnung beispielsweise in einen Kreis, ein Herz oder eine farbige Fläche gesetzt werden. Das hilft bei sehr hellen oder halbtransparenten Motiven und kann eine saubere Verbindung zur Shirtfarbe schaffen.

Beim automatischen Entfernen eines weißen Hintergrunds ist Vorsicht nötig: Weiße Zähne, Augen, Wolken oder sehr helle Buntstiftlinien könnten versehentlich ebenfalls verschwinden. Deshalb sollte das freigestellte Motiv auf einem weißen, schwarzen und farbigen Prüfhintergrund kontrolliert werden.
PNG, JPG oder Vektordatei?
| Dateiformat | Geeignet für | Wichtiger Hinweis |
|---|---|---|
| PNG | freigestellte Zeichnungen | unterstützt Transparenz und speichert Pixelbilder verlustfrei |
| JPG | Motiv mit bewusst erhaltenem Papierhintergrund | keine Transparenz; nicht mehrfach neu speichern |
| TIFF/PSD | hochwertige Master- und Arbeitsdatei | gut für Archiv und Bearbeitung, aber nicht immer als Upload nötig |
| SVG/AI/Vektor-PDF | vereinfachte Linien, Flex, Flock oder Siebdruck | nur sinnvoll, wenn wirklich Vektoren enthalten sind |
Für eine freigestellte Kinderzeichnung ist PNG meist die beste Übergabedatei. Ein JPG eignet sich, wenn das vollständige Blatt erhalten bleiben soll. Das bloße Speichern eines kleinen Fotos als PDF oder SVG macht daraus keine skalierbare Vektorgrafik.
Mehr dazu erklären wir im Beitrag PNG, JPG, SVG oder PDF? Das richtige Dateiformat für Druck und Textilien.
Muss die Kinderzeichnung in CMYK angelegt werden?
Nicht automatisch. Viele moderne Textildrucksysteme arbeiten mit RGB-Eingabedaten. Epson empfiehlt für seine Garment-Creator-Software beispielsweise sRGB und unterstützt unter anderem PNG, JPEG und TIFF. Epson: Vorgaben für Textildruckdaten.
Darum gilt:
- Bewahre eine hochwertige RGB-Masterdatei auf.
- Bette möglichst das sRGB-Farbprofil ein.
- Konvertiere die Datei nicht ohne konkrete Produktionsvorgabe in irgendein CMYK-Profil.
- Rechne damit, dass Bildschirm, Papierzeichnung und Stoff nie vollkommen identisch wirken.
Die Shirtfarbe, die Stoffstruktur, eine mögliche weiße Unterlegung und das gewählte Druckverfahren beeinflussen das Ergebnis. Warum „Druck gleich CMYK“ zu kurz greift, erfährst du in unserem Artikel CMYK oder RGB? So vermeidest du Farbabweichungen.
Welches Druckverfahren passt zur Kinderzeichnung?
Das geeignete Verfahren hängt von Motiv, Textil, Shirtfarbe und Stückzahl ab.
| Verfahren | Besonders geeignet für | Material und Haptik | Typische Grenze |
|---|---|---|---|
| DTG-Direktdruck | farbige Einzelstücke, Verläufe und feine Details | besonders gut auf glatter Baumwolle; meist weich | dunkle Shirts benötigen häufig eine weiße Unterlegung |
| DTF-Transfer | detailreiche Motive auf unterschiedlichen Textilien | Baumwolle, Polyester und Mischgewebe; stärker fühlbar | große geschlossene Flächen können weniger atmungsaktiv sein |
| Flex oder Flock | klare Umrisse, Namen und wenige Vollfarben | Flex glatt, Flock samtig und deutlich fühlbar | Buntstift- und Aquarellstrukturen müssen vereinfacht werden |
| Siebdruck | größere identische Serien mit wenigen Farben | je nach Farbe weich bis fühlbar und sehr reproduzierbar | hoher Einrichtungsaufwand bei Einzelstücken |
| Sublimation | farbige Motive auf hellen Polyestertextilien | Farbe verbindet sich mit der Faser | klassische Sublimation eignet sich nicht für dunkle Baumwolle |

DTG: häufig die beste Wahl für ein Einzelstück
Beim DTG-Druck wird das Motiv direkt auf das Textil gedruckt und anschließend mit Wärme fixiert. Das Verfahren kann viele Farben, Verläufe und kleine Details wiedergeben. Für eine farbige Kinderzeichnung auf einem glatten Baumwollshirt ist es deshalb häufig die naheliegendste Lösung.
DTF: flexibel bei Material und Shirtfarbe
Beim DTF-Verfahren wird das Motiv zunächst auf eine Transferfolie gedruckt und anschließend mit Klebepulver und Hitze auf das Kleidungsstück übertragen. DTF lässt sich auf unterschiedlichen Materialien einsetzen und funktioniert auch auf dunklen Textilien. Die Druckfläche liegt jedoch stärker auf dem Stoff und ist deutlicher fühlbar.
Epson beschreibt DTG als besonders geeignet für Baumwolle und DTF als materialflexibleres Verfahren mit einer stärker erhöhten Haptik. Epson: DTG und DTF im Vergleich.
Flex, Flock und Siebdruck
Eine selbst geschriebene Zeile, ein einfaches Strichmännchen oder eine klare Tierkontur kann bewusst vereinfacht und mit Flex oder Flock umgesetzt werden. Für eine mehrfarbige Wachsmal- oder Aquarellzeichnung sind diese Verfahren dagegen weniger geeignet.
Der Siebdruck wird interessant, wenn viele identische Shirts mit einem reduzierten Motiv produziert werden sollen – beispielsweise für eine Schulklasse, einen Verein oder eine Kita-Gruppe.
Welche Shirtfarbe passt zur Zeichnung?
Die Farbe des Textils ist ein Teil der Gestaltung.
Weiße und helle Shirts
Sie eignen sich besonders für:
- Aquarell und Wasserfarben
- zarte Buntstifte
- Pastelltöne
- Motive mit vielen hellen Flächen
- einen möglichst natürlichen Farbeindruck
Dunkle Shirts
Auf Schwarz, Dunkelblau oder kräftigen Farben wird unter dem Motiv häufig eine weiße Farbschicht benötigt. Dadurch bleiben die Motivfarben sichtbar, wirken aber möglicherweise deckender und die Druckfläche kann etwas stärker fühlbar werden.
Halbtransparente Pinselspuren und sehr weiche Schatten sollten auf dunklen Shirts besonders geprüft werden. Eine Vorschau auf dem tatsächlichen Farbton – und bei farblich wichtigen Projekten ein Muster – reduziert Überraschungen.

Welches Material eignet sich?
Für ein weiches Kinder-Lieblingsshirt mit feinen Details ist glattes Single-Jersey aus gekämmter, ringgesponnener Baumwolle eine gute Ausgangsbasis. Eine ruhige Oberfläche lässt kleine Linien sauberer erscheinen als ein grob strukturiertes Gewebe.
Für Sport-, Funktions- oder Mischgewebe kann ein anderes Druckverfahren sinnvoller sein. Deshalb sollte zuerst das gewünschte Textil und anschließend das passende Verfahren ausgewählt werden – nicht umgekehrt.
Auch Zertifikate müssen genau eingeordnet werden. Beim OEKO-TEX STANDARD 100 gelten für Baby- und Kleinkindprodukte der Produktklasse 1 die strengsten Anforderungen. Ein zertifizierter Rohling oder eine zertifizierte Druckfarbe macht das individuell bedruckte Endprodukt jedoch nicht automatisch zu einem zertifizierten fertigen Shirt. Entscheidend ist immer der konkrete Geltungsbereich des Zertifikats. OEKO-TEX STANDARD 100
Ähnliches gilt für GOTS: Nur Produkte, die die Anforderungen innerhalb der zertifizierten Verarbeitungskette erfüllen, dürfen entsprechend gekennzeichnet werden. GOTS: Anforderungen an die Kennzeichnung
Wie groß sollte das Motiv auf dem Kinder-Shirt sein?
Die technisch maximal mögliche Druckfläche ist nicht automatisch die schönste Motivgröße. Eine Zeichnung sollte passend zur jeweiligen Shirtgröße skaliert und nicht einfach von einem Erwachsenen-Shirt übernommen werden.
Bei der Platzierung helfen diese Grundregeln:
- Motiv optisch statt nur rechnerisch zentrieren.
- Ausreichend Abstand zum Kragen und zu den Seitennähten lassen.
- Leere oder transparente Dateiränder vor der Platzierung entfernen.
- Gesicht, Name und wichtige Details innerhalb der sicheren Druckfläche halten.
- Bei sehr unterschiedlichen Kindergrößen zwei Motivgrößen prüfen.
- Große geschlossene Transferflächen vermeiden, wenn das Shirt leicht und atmungsaktiv bleiben soll.
Eine größenbezogene Vorschau ist deshalb wichtiger als ein allgemeines Mock-up auf einem beliebigen T-Shirt.

So wird bei METEOR-Medien aus der Zeichnung ein Textilprojekt
Du musst vor deiner Anfrage weder das Druckverfahren kennen noch eine fertige Produktionsdatei erstellen. Ein Foto, ein Scan oder sogar eine erste Skizze reicht für den Start.
1. Zeichnung und Wunsch beschreiben
Teile uns mit, für wen das Shirt gedacht ist, welche Textilfarbe dir gefällt und ob du ein Einzelstück oder mehrere Größen benötigst.
2. Datei persönlich prüfen lassen
Wir sehen uns Auflösung, Hintergrund, Farben und Eignung für das gewünschte Textil an. Falls nötig, besprechen wir, ob eine einfache Optimierung, eine Reinzeichnung oder eine weitergehende Gestaltung sinnvoll ist.
3. Textil, Größe und Umsetzung abstimmen
Motiv, Material, Position, gewünschte Haptik und Stückzahl entscheiden gemeinsam über die passende Produktionslösung.
4. Entwurf freigeben und produzieren
Wenn Anpassungen oder Gestaltung erforderlich sind, wird das Ergebnis vor der Produktion abgestimmt. Erst wenn Motiv, Textil, Preis und Termin geklärt sind, geht das Projekt in die Umsetzung.
Im Textil-Konfigurator kannst du zwischen einer fertigen Datei, einer anzupassenden Vorlage, einer Idee oder Skizze und einem individuellen Design von METEOR-Medien wählen. Auch kleine Stückzahlen bis hin zum Einzelstück können angefragt werden. Benötigst du mehr Unterstützung bei Gestaltung oder Reinzeichnung, ist unser Designservice für Druckprodukte und Textilien der passende Einstieg.
Welche Rechte müssen beachtet werden?
Eine individuelle Kinderzeichnung kann urheberrechtlich geschützt sein. Urheber ist grundsätzlich das Kind, das sie geschaffen hat. Je nach Alter und geplanter Nutzung müssen die Sorgeberechtigten zustimmen oder das Kind rechtlich vertreten. § 2 UrhG, § 7 UrhG
Für ein privates Shirt mit einer eigenen Zeichnung ist die Situation meist überschaubar. Trotzdem solltest du vor dem Upload prüfen:
- Stammt die Zeichnung tatsächlich von deinem Kind beziehungsweise liegt eine Freigabe vor?
- Enthält sie erkennbare geschützte Figuren, Vereinslogos oder Marken?
- Sind weitere Kinder an einer gemeinsamen Zeichnung beteiligt?
- Soll das Motiv ausschließlich produziert oder später auch öffentlich gezeigt werden?
Eine selbst gezeichnete bekannte Comic- oder Spielfigur ist nicht automatisch frei nutzbar. Erkennbare Bearbeitungen können weiterhin Rechte des ursprünglichen Rechteinhabers berühren. Verwende daher nur Motive, für die die erforderlichen Nutzungsrechte vorliegen.
Für Klassen-, Kita- und Vereinsprojekte sollten die Freigaben aller beteiligten Kinder beziehungsweise Sorgeberechtigten dokumentiert werden. Eine Zustimmung zum Druck ist außerdem nicht automatisch eine Zustimmung zur Veröffentlichung auf einer Website, in Social Media oder in Werbung.
Enthält das Motiv einen vollständigen Namen, ein Foto oder andere Angaben, durch die ein Kind identifizierbar wird, sollten nur die für den Auftrag notwendigen Daten übermittelt und gespeichert werden. Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt unter anderem Zweckbindung, Datenminimierung und eine begrenzte Speicherdauer. Art. 5 DSGVO
Diese Hinweise dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall.
So bleibt der Druck lange schön
Die Pflegehinweise des konkreten Textils und Druckverfahrens haben immer Vorrang. Als vorsichtige Grundregel gilt:
- Shirt auf links drehen;
- möglichst bei 30 °C waschen;
- ein mildes Color- oder Feinwaschmittel verwenden;
- auf Bleiche und aggressive Fleckenmittel verzichten;
- Trockner vermeiden, sofern er nicht ausdrücklich freigegeben ist;
- den Druck nicht direkt bügeln;
- keine chemische Reinigung, wenn sie nicht erlaubt ist.

Eine pauschale Garantie über eine bestimmte Zahl von Waschgängen wäre unseriös. Haltbarkeit hängt unter anderem von Textil, Druckverfahren, Vorbehandlung, Fixierung, Motivfläche und Pflege ab.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
- Schräges Smartphone-Foto: Kamera parallel zum Papier ausrichten.
- Schatten auf der Zeichnung: zwei diffuse Lichtquellen verwenden und Blitz vermeiden.
- Zu kleine Datei: Pixelzahl bei der geplanten Motivgröße prüfen.
- Messenger-Datei statt Original: unveränderte Aufnahme hochladen.
- Hintergrund nur weiß eingefärbt: echte Transparenz auf farbigem Prüfhintergrund kontrollieren.
- Weiße Motivteile versehentlich gelöscht: Maske manuell nacharbeiten.
- Automatisch alles vektorisiert: vorher prüfen, ob dadurch der Zeichencharakter verloren geht.
- Dunkles Shirt erst nachträglich gewählt: Textilfarbe von Anfang an in die Aufbereitung einbeziehen.
- Erwachsenen-Mock-up für Kindergröße übernommen: Motivgröße auf dem tatsächlichen Kinder-Shirt beurteilen.
- Bekannte Figuren oder Logos ungeprüft verwendet: Nutzungsrechte vor der Produktion klären.
FAQ: Kinderzeichnung auf ein T-Shirt drucken
Tippe auf eine Frage, um die Antwort ein- oder auszuklappen.
Fazit: Die Persönlichkeit der Zeichnung zählt
Für ein gelungenes T-Shirt braucht eine Kinderzeichnung keine perfekten Linien. Sie braucht eine gute digitale Vorlage, eine behutsame Aufbereitung und eine Umsetzung, die zu Motiv, Shirt und gewünschter Wirkung passt.
Flache Papierzeichnungen werden am besten mit 300 ppi in Originalgröße oder 600 ppi für eine deutliche Vergrößerung gescannt. Ein sorgfältiges Smartphone-Foto kann ebenfalls reichen. Für freigestellte Motive ist PNG meist das passende Format, während DTG und DTF viele Farben und feine Details auch bei kleinen Stückzahlen ermöglichen.
Am wichtigsten bleibt jedoch, dass die Zeichnung als das erkennbar bleibt, was sie ist: die Idee und Handschrift eines Kindes – nicht eine technisch perfektionierte Standardgrafik.
Du möchtest aus einer Kinderzeichnung ein echtes Lieblingsstück machen? Starte dein Projekt im Textil-Konfigurator von METEOR-Medien. Ein Scan, ein Foto oder eine erste Skizze reicht für den Anfang. Wir prüfen gemeinsam, welcher Weg zu deinem Motiv passt.
