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DRUCKWISSEN · FORMAT-RATGEBER

DIN A4 kennt fast jeder. Es ist das typische Format für Briefe, Rechnungen, Formulare und Druckerpapier. Doch sobald ein Flyer, eine Broschüre, eine Postkarte oder ein Plakat gedruckt werden soll, tauchen schnell weitere Bezeichnungen auf: A5, A6, DIN lang, C5, 18/1 oder City-Light-Poster.

Was bedeuten diese Angaben? Warum ist A3 genau doppelt so groß wie A4? Welcher Umschlag passt zu welchem Papier? Und weshalb kann ein „4/1-Plakat“ zwei unterschiedliche Größen haben?

In diesem Ratgeber erklären wir die wichtigsten Papier-, Brief- und Plakatformate einfach und verständlich. So finden Sie schneller das Format, das zu Ihrem Druckprodukt und seinem Einsatzzweck passt.

Das Wichtigste in Kürze

  • A4 ist das Standardformat für Geschäftsunterlagen und normales Druckerpapier.
  • A5 ist halb so groß wie A4 und eignet sich gut für Flyer, Programme und Broschüren.
  • A6 entspricht der klassischen Postkartengröße.
  • A3, A2, A1 und A0 werden mit jeder Stufe größer und eignen sich zunehmend für Aushänge, Pläne und Plakate.
  • „DIN lang“ ist keine verlässliche Größenangabe: Gemeint sein können 99 × 210, 100 × 210 oder 105 × 210 Millimeter.
  • C-Formate werden vor allem für Briefumschläge verwendet. Ein A4-Blatt passt beispielsweise ungefaltet in C4.
  • Plakatbezeichnungen wie 18/1, City-Light-Poster oder Mega-Light folgen eigenen Branchenstandards.
  • Bei Druckaufträgen sollte das gewünschte Endformat immer zusätzlich in Millimetern angegeben werden.

Warum gibt es die DIN-Formate überhaupt?

Bevor Papierformate vereinheitlicht wurden, verwendeten Hersteller, Behörden und Unternehmen zahlreiche unterschiedliche Größen. Das erschwerte die Herstellung von Papier, Ordnern, Umschlägen, Druckmaschinen und Ablagesystemen.

Die deutsche Norm DIN 476 schuf 1922 ein einheitliches System. Daraus entwickelte sich später die internationale Norm ISO 216, auf der unsere heutigen A- und B-Formate beruhen.

Die Grundidee ist erstaunlich einfach: Ein Blatt soll nach dem Halbieren weiterhin dieselben Proportionen besitzen.

Deshalb haben alle A-Formate das Seitenverhältnis 1 zu 1,414. Das entspricht ungefähr der Quadratwurzel aus zwei. Wird ein A4-Blatt halbiert, entstehen zwei A5-Blätter. Zwei A4-Blätter ergeben wiederum ein A3-Blatt. Hoch- und Querformat sind dabei keine unterschiedlichen Papiergrößen: Das Blatt wird lediglich gedreht.

Das hat im Alltag große Vorteile:

  • Dokumente können ohne Verzerrung vergrößert oder verkleinert werden.
  • Broschüren lassen sich wirtschaftlich aus größeren Druckbogen herstellen.
  • Papier, Umschläge, Ordner und Druckmaschinen können aufeinander abgestimmt werden.
  • Bei der Gestaltung können Inhalte leichter für mehrere Formate angepasst werden.

Von A0 bis A10: alle DIN-A-Formate im Überblick

A0 bildet den Ausgangspunkt der Reihe und besitzt nominal eine Fläche von einem Quadratmeter. Durch die Rundung auf volle Millimeter ist die tatsächliche Fläche minimal kleiner. Mit jeder weiteren Zahl wird das vorherige Format halbiert. Für besonders große Anwendungen gibt es außerdem die seltenen Erweiterungen 2A0 und 4A0.

Format Größe in Millimetern Größe in Zentimetern Typische Verwendung
4A0 1.682 × 2.378 mm 168,2 × 237,8 cm sehr große Pläne, Sonderdrucke und Präsentationsflächen
2A0 1.189 × 1.682 mm 118,9 × 168,2 cm große Pläne, Karten und Sonderplakate
A0 841 × 1.189 mm 84,1 × 118,9 cm große Plakate, Baupläne, Präsentationstafeln
A1 594 × 841 mm 59,4 × 84,1 cm Veranstaltungsplakate, Wahlplakate, Schautafeln
A2 420 × 594 mm 42,0 × 59,4 cm Schaufensterplakate, Kalender, Verkaufsraum-Aushänge
A3 297 × 420 mm 29,7 × 42,0 cm kleine Plakate, Speisekarten, Zeichnungen, Tabellen
A4 210 × 297 mm 21,0 × 29,7 cm Briefe, Rechnungen, Angebote, Formulare, Datenblätter
A5 148 × 210 mm 14,8 × 21,0 cm Flyer, Programme, Broschüren, Notizblöcke
A6 105 × 148 mm 10,5 × 14,8 cm Postkarten, Einladungen, Gutscheine, kleine Flyer
A7 74 × 105 mm 7,4 × 10,5 cm Tickets, Coupons, Produktbeileger
A8 52 × 74 mm 5,2 × 7,4 cm Anhänger, Etiketten, kleine Gutscheine
A9 37 × 52 mm 3,7 × 5,2 cm kleine Etiketten und Kennzeichnungen
A10 26 × 37 mm 2,6 × 3,7 cm sehr kleine Etiketten und Spezialanwendungen
DIN A0 bis A6 im Größenvergleich Infografik mit einem proportionalen A0-Bogen, der schrittweise bis A6 halbiert wird, sowie einer Tabelle aller exakten Breiten und Höhen in Millimetern. PAPIERFORMATE AUF EINEN BLICK DIN A0 bis A6 im Größenvergleich Halbieren, drehen, weitermachen: So entsteht aus jedem Blatt das nächste Format. DAS A-PRINZIP Lange Seite halbieren, Blatt drehen A1 ½ von A0 A2 A3 A4 A5 A6 A0 841 mm 1189 mm 1 Halbieren Schnitt durch die lange Seite 2 Drehen Das Seitenverhältnis bleibt 1 : √2 3 Wiederholen Jede Stufe hat nur noch 50 % der Fläche MERKSATZ ✦ Je höher die Zahl, desto kleiner das Blatt. EXAKTE MASSE IN MILLIMETERN Angaben im Hochformat: Breite × Höhe A0 841 × 1189 mm A1 594 × 841 mm A2 420 × 594 mm A3 297 × 420 mm A4 210 × 297 mm A5 148 × 210 mm A6 105 × 148 mm A0 basiert auf einer Fläche von 1 m².
Die DIN-A-Reihe im Größenvergleich: Jede Stufe entsteht durch Halbieren des vorherigen Formats.

Die Einsatzbereiche sind keine Vorschrift. Sie zeigen lediglich, wofür die einzelnen Formate in der Praxis besonders häufig verwendet werden.

DIN A4: der Standard für Büro und Geschäftspost

A4 ist das bekannteste Papierformat. Es bietet ausreichend Platz für längere Texte, lässt sich in normalen Druckern verarbeiten und passt in gängige Ordner und Ablagesysteme.

Typische Produkte sind:

  • Geschäftsbriefe und Rechnungen
  • Angebote und Verträge
  • Formulare und Fragebögen
  • Produkt- und Datenblätter
  • Speisekarten
  • mehrseitige Broschüren

Ein A4-Blatt auf Papier mit 80 g/m² wiegt ungefähr fünf Gramm. Deshalb können schon wenige zusätzliche Seiten Einfluss auf das Briefporto haben.

DIN A5: handlich und trotzdem informativ

A5 ist halb so groß wie A4. Das Format passt gut in die Hand und bietet trotzdem genügend Platz für Text und Bilder. Es eignet sich besonders für Werbemittel, die mitgenommen, verteilt oder unterwegs gelesen werden sollen.

Häufige Anwendungen sind Flyer, Veranstaltungsprogramme, kleine Kataloge, Schulungsunterlagen, Notizblöcke und Bücher.

DIN A6: die klassische Postkartengröße

A6 misst 105 × 148 Millimeter. Das Format wird häufig für Postkarten, Einladungen, Terminkarten, Gutscheine und kompakte Handzettel verwendet.

Achtung: Eine postalische Postkarte muss zusätzlich die jeweils gültigen Vorgaben der Deutschen Post erfüllen. Nicht jedes frei gestaltete Kartenformat kann automatisch zum Postkartentarif verschickt werden.

DIN A3 bis A0: Formate für Aushänge und Plakate

Mit zunehmender Größe steigt die Sichtbarkeit. Trotzdem ist nicht automatisch das größte Format die beste Wahl. Entscheidend sind Betrachtungsabstand, Informationsmenge und Einsatzort.

  • A3 eignet sich für Aushänge, die aus kurzer Entfernung gelesen werden.
  • A2 funktioniert gut in Schaufenstern, Verkaufsräumen oder auf Veranstaltungen.
  • A1 ist ein klassisches Format für Veranstaltungs-, Kultur- und Wahlplakate.
  • A0 bietet viel Fläche für große Plakate, Pläne und Präsentationen.

Die B-Reihe: das Zwischenformat

Die B-Formate liegen jeweils zwischen zwei A-Größen. B0 ist beispielsweise größer als A0, B1 liegt zwischen A0 und A1. Dadurch entstehen zusätzliche Größen, wenn ein A-Format zu klein und das nächstgrößere zu groß wäre.

Format Größe in Millimetern
B0 1.000 × 1.414 mm
B1 707 × 1.000 mm
B2 500 × 707 mm
B3 353 × 500 mm
B4 250 × 353 mm
B5 176 × 250 mm
B6 125 × 176 mm
B7 88 × 125 mm
B8 62 × 88 mm
B9 44 × 62 mm
B10 31 × 44 mm

B-Formate werden unter anderem für Bücher, Karten, größere Umschläge und Sonderdrucksachen eingesetzt. Im normalen Büroalltag begegnen sie uns deutlich seltener als die A-Reihe.

Die C-Reihe: Papier und Briefumschläge passend kombinieren

Die C-Formate liegen größenmäßig zwischen den A- und B-Formaten derselben Nummer. Dadurch passt ein A-Blatt in eine C-Hülle und diese wiederum in eine B-Hülle.

Das bekannteste Beispiel ist C4: Ein A4-Blatt mit 210 × 297 Millimetern passt ungefaltet in einen C4-Umschlag mit 229 × 324 Millimetern.

Format Größe in Millimetern
C0 917 × 1.297 mm
C1 648 × 917 mm
C2 458 × 648 mm
C3 324 × 458 mm
C4 229 × 324 mm
C5 162 × 229 mm
C6 114 × 162 mm
C7 81 × 114 mm
C8 57 × 81 mm
C9 40 × 57 mm
C10 28 × 40 mm

Welcher Umschlag passt zu welchem Inhalt?

Umschlag Passender Inhalt Typische Verwendung
C6, 114 × 162 mm A6 oder mehrfach gefaltetes A4 Grußkarten, Einladungen, private Post
DL, 110 × 220 mm gefalteter A4-Brief klassische Geschäftspost
C6/C5, 114 × 229 mm gefalteter A4-Brief mit mehr Spielraum Serienbriefe und maschinelle Kuvertierung
C5, 162 × 229 mm A5 oder einmal gefaltetes A4 mehrseitige Briefe, kleine Broschüren
C4, 229 × 324 mm A4 ungefaltet Verträge, Bewerbungen, Urkunden
B4, 250 × 353 mm C4 oder umfangreicher A4-Inhalt Kataloge und umfangreiche Unterlagen

Wichtig: Standardbrief, Kompaktbrief, Großbrief und Maxibrief sind keine DIN-Formate. Das sind Versandklassen der Deutschen Post, die zusätzlich von Gewicht, Dicke, Seitenverhältnis und Beschaffenheit abhängen.

DIN lang: ein Begriff, mehrere Formate

Bei kaum einem Format entstehen so viele Missverständnisse wie bei DIN lang. Im Alltag wird die Bezeichnung für mehrere ähnliche Größen verwendet.

Bezeichnung Größe Bedeutung
1/3 A4 99 × 210 mm exaktes Langformat aus einem gedrittelten A4-Blatt
DIN-lang-Flyer häufig 100 × 210 mm gerundetes Druckereiformat
DIN-lang-Flyer Plus häufig 105 × 210 mm breitere Handelsvariante
gefalteter Geschäftsbrief ungefähr 105 × 210 mm A4 nach entsprechender Brief-Faltung
DL-Umschlag 110 × 220 mm klassische Geschäftsbriefhülle
C6/C5-Umschlag 114 × 229 mm größere Hülle für gefaltetes A4
DIN lang ist nicht eindeutig Maßstabsgleicher Vergleich von fünf Langformaten: ein Drittel A4 mit 99 mal 210 Millimetern, Druckereiformat mit 100 mal 210 Millimetern, Handelsvariante mit 105 mal 210 Millimetern, DL-Umschlag mit 110 mal 220 Millimetern und C6/C5-Umschlag mit 114 mal 229 Millimetern. Kernaussage: Immer Millimeter angeben. ✦ FORMATWISSEN DIN lang ist nicht eindeutig. Der Name klingt genormt – in der Praxis begegnen Ihnen mehrere Größen. Maße in Millimeter Fünf Varianten im maßstabsgleichen Vergleich Hochformat · gemeinsame Grundlinie · Unterschiede bewusst vergrößerungsfrei dargestellt 1/3 A4 Flyerformat 99 × 210 mm 99 × 210 mm DRUCKEREI- FORMAT 100 × 210 mm 100 × 210 mm HANDELS- VARIANTE 105 × 210 mm 105 × 210 mm DL- UMSCHLAG 110 × 220 mm 110 × 220 mm C6/C5- UMSCHLAG 114 × 229 mm 114 × 229 mm ✦ Immer Millimeter angeben Formatnamen können je nach Druckerei und Anbieter variieren.
DIN lang ist nicht eindeutig. Deshalb gehören Breite und Höhe in Millimetern in jeden Druckauftrag.

Ein ungefalzter DIN-lang-Flyer kann also 99, 100 oder 105 Millimeter breit sein. Bei einem Falzflyer kommt zusätzlich die Frage hinzu, ob mit DIN lang das offene oder das geschlossene Format gemeint ist.

Deshalb sollte ein Druckauftrag niemals nur die Angabe „DIN lang“ enthalten. Sicherer ist zum Beispiel:

Endformat 99 × 210 Millimeter, Hochformat, ungefalzt.

Bei einem Faltblatt sollten zusätzlich das offene Format, das geschlossene Format und die Falzart angegeben werden.

Gibt es genormte Langformate?

Die Norm erlaubt auch verlängerte Formate, die durch das Teilen eines A- oder B-Bogens entstehen. Die Bezeichnung nennt den Bruch und das Ausgangsformat. Beispiele sind 1/3 A4 mit 99 × 210 Millimetern und 1/4 A4 mit 74 × 210 Millimetern. Solche Bezeichnungen sind im Alltag deutlich seltener als A4 oder A5.

Das ist nicht dasselbe wie der DL-Umschlag mit 110 × 220 Millimetern. Auch hier gilt: Im Angebot und in den Druckdaten immer die konkreten Millimetermaße nennen.

Offenes und geschlossenes Format bei Flyern und Broschüren

Bei einem gefalteten Druckprodukt gibt es zwei relevante Größen:

  • Das offene Format zeigt die vollständige Größe vor dem Falzen.
  • Das geschlossene Format beschreibt die Größe des fertigen Produkts.

Ein A4-Blatt kann beispielsweise durch zwei Falzungen zu einem sechsseitigen Langformat-Flyer werden. Je nach Falzart werden die Seiten dabei unterschiedlich angeordnet.

Häufige Falzarten

  • Mittelfalz: Das Blatt wird einmal in der Mitte gefaltet.
  • Wickelfalz: Die Seiten werden nacheinander nach innen eingeschlagen.
  • Zickzack- oder Leporellofalz: Die Seiten werden abwechselnd nach vorne und hinten gefaltet.
  • Altarfalz: Die beiden Außenseiten klappen wie Türen zur Mitte.
  • Kreuzbruch: Das Papier wird in zwei unterschiedlichen Richtungen gefaltet, beispielsweise bei Plänen.

Bei einem Wickelfalz ist die nach innen laufende Seite meist etwas schmaler. Deshalb sollten die einzelnen Seitenbreiten nicht ohne Druckvorlage berechnet werden.

Postkarten, Visitenkarten und weitere Sonderformate

Nicht jedes bekannte Druckformat gehört zur DIN-Reihe.

Postkarten

A6 mit 105 × 148 Millimetern ist die klassische Postkartengröße. Ebenfalls häufig verwendet werden Langformate mit 210 × 105 Millimetern oder sogenannte Maxi-Postkarten.

Ob eine Karte tatsächlich als Postkarte verschickt werden kann, hängt von den aktuellen Vorgaben des Postdienstleisters ab. Dabei spielen neben der Fläche auch Papiergewicht, Seitenverhältnis und Gestaltung der Adressseite eine Rolle. Bei der Deutschen Post darf eine Postkarte derzeit 140 bis 235 Millimeter lang und 90 bis 125 Millimeter breit sein; die Länge muss mindestens dem 1,4-Fachen der Breite entsprechen. A6 passt in diesen Bereich, A5 ist dagegen zu breit.

Briefgrößen der Deutschen Post

Auch die Begriffe Standard-, Kompakt-, Groß- und Maxibrief bezeichnen keine DIN-Formate, sondern Versandklassen. Für den Versand innerhalb Deutschlands gelten derzeit folgende Höchstmaße und Gewichte:

Versandklasse Länge × Breite Maximale Dicke Maximales Gewicht
Standardbrief 140–235 × 90–125 mm 5 mm 20 g
Kompaktbrief 100–235 × 70–125 mm 10 mm 50 g
Großbrief 100–353 × 70–250 mm 20 mm 500 g
Maxibrief 100–353 × 70–250 mm 50 mm 1.000 g

Diese Werte gelten mit Stand August 2026. Vor größeren Mailings sollten die aktuellen Versandbedingungen und Portopreise erneut geprüft werden.

Visitenkarten

Visitenkarten sind nicht DIN-genormt. In Deutschland hat sich das Format 85 × 55 Millimeter etabliert. Es passt gut in Portemonnaies und Kartenfächer. Eine weitere häufige Variante ist 90 × 50 Millimeter.

Fotodrucke

Das bekannte Fotoformat 10 × 15 Zentimeter entspricht nicht DIN A6. Fotos besitzen meistens ein Seitenverhältnis von 2:3, während DIN-Papier das Verhältnis 1 zu 1,414 verwendet.

Quadratische Formate

Quadratische Flyer, Karten oder Broschüren fallen ebenfalls nicht unter die A-Reihe. Häufige Größen sind 105 × 105, 148 × 148 oder 210 × 210 Millimeter. Sie fallen auf, können aber höhere Produktions- oder Versandkosten verursachen.

Bücher und Magazine

Bücher sind nicht automatisch DIN A5 oder DIN A4. Verlage und Druckereien verwenden zahlreiche Formate, beispielsweise 120 × 190, 135 × 215 oder 170 × 240 Millimeter. Deshalb sollte auch bei Büchern immer das tatsächliche Endformat angegeben werden.

RA und SRA: Warum Druckbogen größer als das Endprodukt sind

Ein A4-Flyer wird nicht immer auf einem exakt 210 × 297 Millimeter großen Bogen gedruckt. Die Druckmaschine benötigt zusätzliche Fläche für Beschnitt – also einen über das Endformat hinaus bedruckten Rand, der später abgeschnitten wird –, Schnittmarken, Passermarken, Farbkontrollstreifen und den Transport des Papiers durch die Maschine.

Dafür gibt es unter anderem die Rohbogenreihen RA und SRA.

Format RA SRA
0 860 × 1.220 mm 900 × 1.280 mm
1 610 × 860 mm 640 × 900 mm
2 430 × 610 mm 450 × 640 mm
3, häufige Ableitung 305 × 430 mm 320 × 450 mm
4, häufige Ableitung 215 × 305 mm 225 × 320 mm
Vom SRA3-Druckbogen zum fertigen A3-Format Infografik mit SRA3-Bogen, Beschnittzugabe und A3-Endformat in der Meteor-Medien-Farbwelt. DRUCKWISSEN Vom Druckbogen zum Endformat Warum SRA3 größer ist als das fertige A3-Produkt. 1 · SRA3 – Produktionsbogen 320 × 450 mm Platz für Marken, Greiferrand und Verarbeitung 2 · Beschnittzugabe hier beispielhaft 3 mm ringsum Verbindlich ist immer das Datenblatt der Druckerei 3 · A3 – fertiges Endformat 297 × 420 mm Nach dem Schneiden bleibt das bestellte Format SRA3 · 320 × 450 mm A3 · ENDFORMAT 297 × 420 mm Der farbige Rand wird abgeschnitten. Wichtige Inhalte bleiben im Sicherheitsbereich.
SRA3 bietet zusätzlichen Raum für Beschnitt und Produktionsmarken; anschließend wird auf A3 zugeschnitten.

SRA3 mit 320 × 450 Millimetern ist beispielsweise ein verbreitetes Format im Digitaldruck. Nach Druck und Weiterverarbeitung wird das Produkt auf sein endgültiges A- oder Sonderformat zugeschnitten.

Für Kundinnen und Kunden ist meist nur das fertige Endformat entscheidend. Für Gestaltung und Druckproduktion ist die Unterscheidung jedoch wichtig.

Bezeichnungen wie A3+, Super A3 oder SRA3+ sind dagegen nicht einheitlich. Je nach Drucker, Maschine oder Papierlieferant können andere Maße gemeint sein. Maßgeblich ist deshalb immer das technische Datenblatt.

Plakatformate: von A3 bis zur 18/1-Großfläche

Kleine Plakate werden häufig in A-Formaten produziert. In der professionellen Außenwerbung existiert zusätzlich ein eigenes Bogensystem.

Die Grundeinheit ist traditionell ein A1-Bogen. Die Bezeichnung 18/1 bedeutet daher, dass die Fläche ungefähr 18 A1-Bogen umfasst.

Bezeichnung Typisches Endformat Typische Verwendung
A3 297 × 420 mm Innenräume, Verkaufsstellen, Schaufenster
A2 420 × 594 mm Kulturplakate, Schaukästen, lokale Werbung
1/1 oder A1 594 × 841 mm Veranstaltungsplakate und Allgemeinstellen
2/1 oder A0 841 × 1.189 mm größere lokale Plakate
klassisches 4/1 ca. 1.190 × 1.680 mm Litfaßsäulen und Allgemeinstellen
6/1 ca. 1.190 × 2.520 mm hohes Säulenformat
8/1 ca. 1.190 × 3.360 mm Ganzsäulen und hohe Säulenmotive
18/1-Großfläche 3.560 × 2.520 mm klassische Straßenplakatwand, rund 9 m²
36/1-Panorama 7.120 × 2.520 mm doppelte Großfläche, rund 18 m²
40/1-Superposter häufig 5.260 × 3.720 mm Fassaden und große Verkehrsknoten
Plakatformate im Vergleich Infografik zu A1, A0, klassischem 4/1, City-Light-Poster und 18/1-Großfläche. Die Grafik erklärt, dass 4/1 je nach Werbeträger unterschiedliche Maße bezeichnen kann. PLAKATWERBUNG · FORMAT-CHECK Welche Plakatgröße ist welche? DIN-Formate, klassische Außenwerbung und City Light auf einen Blick. Vom DIN-Plakat bis zum City Light Diese vier Flächen sind im gleichen Maßstab dargestellt. RELATIV VERGLEICHBAR A1 / 1/1 594 × 841 mm A0 / 2/1 841 × 1189 mm KLASSISCHES PLAKAT klassisches 4/1 ca. 1190 × 1680 mm CITY LIGHT hinterleuchtet AUCH „4/1“ City-Light-Poster 1185 × 1750 mm 18/1-Großfläche Die klassische große Werbewand. SEPARATER MASSSTAB 3560 × 2520 mm Querformat · aufgebaut aus 18 A1-Bögen Darstellung rechts bewusst verkleinert. ! 4/1 ist nicht immer 4/1. Beim Bestellen immer Werbeträger, Endformat und Datenblatt prüfen.
Plakatformate im Vergleich: Die Bezeichnung 4/1 kann je nach Werbeträger unterschiedliche Maße meinen.

Die Angaben 4/1, 18/1 oder 40/1 sind Branchenbezeichnungen und keine Garantie für ein universelles Produktionsmaß. Besonders bei beleuchteten Vitrinen, Säulen und Sonderflächen können die Maße je nach Vermarkter abweichen.

Allgemeinstelle, Ganzsäule und Litfaßsäule

Eine Litfaßsäule ist zunächst nur der physische Werbeträger. Wie sie belegt wird, kann unterschiedlich sein:

  • An einer Allgemeinstelle teilen sich mehrere Werbetreibende die Fläche.
  • Eine Ganzsäule wird exklusiv von einem Werbetreibenden belegt.
  • Eine City-Light-Säule ist eine beleuchtete oder hinterleuchtete Premiumvariante.
  • Digitale Säulen zeigen wechselnde Motive auf Bildschirmen.

Das genaue Format einer Säule sollte immer vor der Gestaltung beim Vermarkter abgefragt werden.

City-Light-Poster: Warum 4/1 nicht immer 4/1 ist

Ein klassisches 4/1-Säulenplakat ist ungefähr 1.190 × 1.680 Millimeter groß. Ein City-Light-Poster wird in der Werbebranche ebenfalls häufig als 4/1 bezeichnet, misst aber normalerweise 1.185 × 1.750 Millimeter.

Die Formate sind also nicht austauschbar.

Die wichtigsten Außenwerbeformate

Werbeträger Typisches Endformat Besonderheit
City-Light-Poster, CLP 1.185 × 1.750 mm hinterleuchtete Vitrine, etwa an Haltestellen
City-Light-Säule 1.185 × 3.500 mm hohes, beleuchtetes Premiumformat
Großfläche 18/1 3.560 × 2.520 mm klassische geklebte Straßenplakatwand
Mega-Light oder City-Light-Board 3.560 × 2.520 mm hinterleuchtete Großflächenvitrine
Riesenposter frei, teilweise mehrere hundert Quadratmeter Fassaden und Baugerüste
Bauzaunbanner häufig etwa 3.400 × 1.730 mm Baustellen-, Immobilien- und Standortwerbung

Obwohl Großfläche, Mega-Light und City-Light-Board ähnlich groß sein können, unterscheiden sich Material, sichtbarer Bereich, Befestigung und Druckdaten erheblich.

Endformat, Datenformat und Sichtformat unterscheiden

Besonders bei Plakaten und Außenwerbung sind drei Angaben wichtig:

  • Endformat: die tatsächliche Größe des produzierten Drucks.
  • Datenformat: die Größe, in der die Druckdatei angelegt wird. Große Plakate werden häufig verkleinert im Maßstab 1:3 oder 1:6 gestaltet.
  • Sichtformat: der Bereich, der nach dem Einsetzen in Rahmen oder Halterung tatsächlich sichtbar bleibt.

Texte, Logos, QR-Codes und wichtige Bildelemente sollten innerhalb des sicheren Sichtbereichs liegen. Ein Rahmen kann mehrere Zentimeter des gedruckten Motivs verdecken.

Für professionelle Außenwerbung gilt deshalb: Erst den konkreten Standort und Werbeträger buchen, anschließend das aktuelle Datenblatt des Vermarkters herunterladen und danach gestalten.

Digitale Außenwerbung: Hier zählen Pixel statt Millimeter

Bei digitalen Werbeflächen gibt es kein einheitliches DIN-Format. Entscheidend sind Seitenverhältnis und native Bildschirmauflösung.

Digitaler Werbeträger Häufiges Seitenverhältnis Beispielauflösung
digitale City-Light-Stele 9:16 1.080 × 1.920 Pixel
Bahnhof-Infoscreen 16:9 1.920 × 1.080 Pixel
digitales Roadside-Billboard häufig 3:2 beispielsweise 672 × 448 Pixel
Mall-Screen 9:16 oder 16:9 vom Bildschirm abhängig
digitale Säule oder Giant Screen Sonderformat standortabhängig

Selbst zwei Screens mit derselben Produktbezeichnung können unterschiedliche Pixelmaße besitzen. Die Datei sollte deshalb immer passend zum konkret gebuchten Bildschirm ausgegeben werden.

Welches Format ist für welchen Zweck sinnvoll?

Vorhaben Geeignetes Format
Geschäftsbrief, Rechnung oder Angebot A4
ungefalteter Vertrag im Umschlag A4 in C4
gefalteter Geschäftsbrief A4 in DL oder C6/C5
umfangreicher Handzettel A5
kompakter Werbeflyer A6 oder 99/100/105 × 210 mm
Postkarte oder Einladung A6
sechsseitiger Falzflyer häufig A4 offen, Langformat geschlossen
kleine Broschüre A5
Datenblatt oder größere Broschüre A4
kleiner Aushang A3
Schaufensterplakat A2 oder A1
Veranstaltungs- oder Wahlplakat A1 oder A0
beleuchtete Werbung in Innenstädten City-Light-Poster
klassische Straßenwerbung 18/1-Großfläche
digitale Stadtstele 9:16 nach Anbieter-Datenblatt
Bahnhof- oder Informationsscreen häufig 16:9

Was muss bei der Bestellung angegeben werden?

Damit es bei Druck und Weiterverarbeitung keine Überraschungen gibt, sollten möglichst folgende Angaben gemacht werden:

  1. Endformat in Millimetern
  2. Hoch- oder Querformat
  3. offenes und geschlossenes Format bei Falzprodukten
  4. gewünschte Falzart
  5. Beschnitt nach Vorgabe der Druckerei
  6. Papier beziehungsweise Material und Grammatur
  7. ein- oder beidseitiger Druck
  8. bei Plakaten: End-, Daten- und Sichtformat
  9. bei Außenwerbung: Vermarkter, Werbeträger und Standort
  10. bei Digitalwerbung: native Pixelgröße und erlaubtes Dateiformat

Häufige Fragen zu DIN-Formaten und Papiergrößen

Wie groß ist DIN A4 in Zentimetern?

DIN A4 misst 21,0 × 29,7 Zentimeter beziehungsweise 210 × 297 Millimeter. Im Querformat lauten die Maße 29,7 × 21,0 Zentimeter; die Papiergröße bleibt dieselbe.

Ist DIN lang 99, 100 oder 105 Millimeter breit?

Alle drei Maße kommen in der Praxis vor. 99 × 210 Millimeter ist das exakte Drittel von A4, 100 × 210 Millimeter ein häufiges Druckereiformat und 105 × 210 Millimeter eine breitere Handelsvariante. Ein DL-Umschlag misst dagegen 110 × 220 Millimeter. Deshalb sollte die Bestellung immer konkrete Maße enthalten.

Welcher Briefumschlag passt zu DIN A4?

Ungefaltet passt A4 in C4. Einmal auf A5 gefaltet passt es in C5. Für den üblichen Geschäftsbrief mit zwei Falzungen eignen sich DL oder C6/C5.

Welches Format eignet sich für einen Flyer?

A6 ist kompakt und günstig zu verteilen, A5 bietet mehr Platz, und ein Langformat von etwa 99 bis 105 × 210 Millimetern eignet sich gut für Preislisten, Mailings und Falzflyer. Die beste Wahl hängt von Inhalt, Verteilung und gewünschter Fernwirkung ab.

Wie groß ist ein 18/1-Plakat?

Die klassische 18/1-Großfläche misst 3.560 × 2.520 Millimeter und besitzt rund neun Quadratmeter Fläche. Für die Druckdatei gelten meist ein verkleinerter Maßstab und anbieterabhängige Produktionsvorgaben.

Was ist der Unterschied zwischen A3 und SRA3?

A3 ist ein fertiges Endformat mit 297 × 420 Millimetern. SRA3 ist mit 320 × 450 Millimetern größer und dient als Produktionsbogen. Der zusätzliche Rand wird für Druck, Beschnitt und Weiterverarbeitung benötigt.

Fazit: Der Name allein reicht häufig nicht aus

Die DIN-Reihen sorgen dafür, dass Papier, Druckprodukte, Briefhüllen und Ablagesysteme zusammenpassen. Besonders die A-Formate folgen einer klaren und praktischen Logik: Jede Größe entsteht durch Halbieren oder Verdoppeln.

Außerhalb der klassischen A-Reihe wird es jedoch schnell unübersichtlich. DIN lang kann mehrere Breiten besitzen. Visitenkarten sind nicht DIN-genormt. Ein City-Light-Poster ist trotz der Bezeichnung 4/1 nicht so groß wie ein klassisches 4/1-Säulenplakat. Digitale Werbeflächen richten sich wiederum nach Pixeln und nicht nach Zentimetern.

Die sicherste Vorgehensweise lautet deshalb:

Nicht nur den Formatnamen nennen, sondern immer die tatsächliche Breite und Höhe in Millimetern angeben.

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Quellen und weiterführende Informationen