DRUCKWISSEN · FORMAT-RATGEBER
DIN A4 kennt fast jeder. Es ist das typische Format für Briefe, Rechnungen, Formulare und Druckerpapier. Doch sobald ein Flyer, eine Broschüre, eine Postkarte oder ein Plakat gedruckt werden soll, tauchen schnell weitere Bezeichnungen auf: A5, A6, DIN lang, C5, 18/1 oder City-Light-Poster.
Was bedeuten diese Angaben? Warum ist A3 genau doppelt so groß wie A4? Welcher Umschlag passt zu welchem Papier? Und weshalb kann ein „4/1-Plakat“ zwei unterschiedliche Größen haben?
In diesem Ratgeber erklären wir die wichtigsten Papier-, Brief- und Plakatformate einfach und verständlich. So finden Sie schneller das Format, das zu Ihrem Druckprodukt und seinem Einsatzzweck passt.
Das Wichtigste in Kürze
- A4 ist das Standardformat für Geschäftsunterlagen und normales Druckerpapier.
- A5 ist halb so groß wie A4 und eignet sich gut für Flyer, Programme und Broschüren.
- A6 entspricht der klassischen Postkartengröße.
- A3, A2, A1 und A0 werden mit jeder Stufe größer und eignen sich zunehmend für Aushänge, Pläne und Plakate.
- „DIN lang“ ist keine verlässliche Größenangabe: Gemeint sein können 99 × 210, 100 × 210 oder 105 × 210 Millimeter.
- C-Formate werden vor allem für Briefumschläge verwendet. Ein A4-Blatt passt beispielsweise ungefaltet in C4.
- Plakatbezeichnungen wie 18/1, City-Light-Poster oder Mega-Light folgen eigenen Branchenstandards.
- Bei Druckaufträgen sollte das gewünschte Endformat immer zusätzlich in Millimetern angegeben werden.
Warum gibt es die DIN-Formate überhaupt?
Bevor Papierformate vereinheitlicht wurden, verwendeten Hersteller, Behörden und Unternehmen zahlreiche unterschiedliche Größen. Das erschwerte die Herstellung von Papier, Ordnern, Umschlägen, Druckmaschinen und Ablagesystemen.
Die deutsche Norm DIN 476 schuf 1922 ein einheitliches System. Daraus entwickelte sich später die internationale Norm ISO 216, auf der unsere heutigen A- und B-Formate beruhen.
Die Grundidee ist erstaunlich einfach: Ein Blatt soll nach dem Halbieren weiterhin dieselben Proportionen besitzen.
Deshalb haben alle A-Formate das Seitenverhältnis 1 zu 1,414. Das entspricht ungefähr der Quadratwurzel aus zwei. Wird ein A4-Blatt halbiert, entstehen zwei A5-Blätter. Zwei A4-Blätter ergeben wiederum ein A3-Blatt. Hoch- und Querformat sind dabei keine unterschiedlichen Papiergrößen: Das Blatt wird lediglich gedreht.
Das hat im Alltag große Vorteile:
- Dokumente können ohne Verzerrung vergrößert oder verkleinert werden.
- Broschüren lassen sich wirtschaftlich aus größeren Druckbogen herstellen.
- Papier, Umschläge, Ordner und Druckmaschinen können aufeinander abgestimmt werden.
- Bei der Gestaltung können Inhalte leichter für mehrere Formate angepasst werden.
Von A0 bis A10: alle DIN-A-Formate im Überblick
A0 bildet den Ausgangspunkt der Reihe und besitzt nominal eine Fläche von einem Quadratmeter. Durch die Rundung auf volle Millimeter ist die tatsächliche Fläche minimal kleiner. Mit jeder weiteren Zahl wird das vorherige Format halbiert. Für besonders große Anwendungen gibt es außerdem die seltenen Erweiterungen 2A0 und 4A0.
| Format | Größe in Millimetern | Größe in Zentimetern | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| 4A0 | 1.682 × 2.378 mm | 168,2 × 237,8 cm | sehr große Pläne, Sonderdrucke und Präsentationsflächen |
| 2A0 | 1.189 × 1.682 mm | 118,9 × 168,2 cm | große Pläne, Karten und Sonderplakate |
| A0 | 841 × 1.189 mm | 84,1 × 118,9 cm | große Plakate, Baupläne, Präsentationstafeln |
| A1 | 594 × 841 mm | 59,4 × 84,1 cm | Veranstaltungsplakate, Wahlplakate, Schautafeln |
| A2 | 420 × 594 mm | 42,0 × 59,4 cm | Schaufensterplakate, Kalender, Verkaufsraum-Aushänge |
| A3 | 297 × 420 mm | 29,7 × 42,0 cm | kleine Plakate, Speisekarten, Zeichnungen, Tabellen |
| A4 | 210 × 297 mm | 21,0 × 29,7 cm | Briefe, Rechnungen, Angebote, Formulare, Datenblätter |
| A5 | 148 × 210 mm | 14,8 × 21,0 cm | Flyer, Programme, Broschüren, Notizblöcke |
| A6 | 105 × 148 mm | 10,5 × 14,8 cm | Postkarten, Einladungen, Gutscheine, kleine Flyer |
| A7 | 74 × 105 mm | 7,4 × 10,5 cm | Tickets, Coupons, Produktbeileger |
| A8 | 52 × 74 mm | 5,2 × 7,4 cm | Anhänger, Etiketten, kleine Gutscheine |
| A9 | 37 × 52 mm | 3,7 × 5,2 cm | kleine Etiketten und Kennzeichnungen |
| A10 | 26 × 37 mm | 2,6 × 3,7 cm | sehr kleine Etiketten und Spezialanwendungen |
Die Einsatzbereiche sind keine Vorschrift. Sie zeigen lediglich, wofür die einzelnen Formate in der Praxis besonders häufig verwendet werden.
DIN A4: der Standard für Büro und Geschäftspost
A4 ist das bekannteste Papierformat. Es bietet ausreichend Platz für längere Texte, lässt sich in normalen Druckern verarbeiten und passt in gängige Ordner und Ablagesysteme.
Typische Produkte sind:
- Geschäftsbriefe und Rechnungen
- Angebote und Verträge
- Formulare und Fragebögen
- Produkt- und Datenblätter
- Speisekarten
- mehrseitige Broschüren
Ein A4-Blatt auf Papier mit 80 g/m² wiegt ungefähr fünf Gramm. Deshalb können schon wenige zusätzliche Seiten Einfluss auf das Briefporto haben.
DIN A5: handlich und trotzdem informativ
A5 ist halb so groß wie A4. Das Format passt gut in die Hand und bietet trotzdem genügend Platz für Text und Bilder. Es eignet sich besonders für Werbemittel, die mitgenommen, verteilt oder unterwegs gelesen werden sollen.
Häufige Anwendungen sind Flyer, Veranstaltungsprogramme, kleine Kataloge, Schulungsunterlagen, Notizblöcke und Bücher.
DIN A6: die klassische Postkartengröße
A6 misst 105 × 148 Millimeter. Das Format wird häufig für Postkarten, Einladungen, Terminkarten, Gutscheine und kompakte Handzettel verwendet.
Achtung: Eine postalische Postkarte muss zusätzlich die jeweils gültigen Vorgaben der Deutschen Post erfüllen. Nicht jedes frei gestaltete Kartenformat kann automatisch zum Postkartentarif verschickt werden.
DIN A3 bis A0: Formate für Aushänge und Plakate
Mit zunehmender Größe steigt die Sichtbarkeit. Trotzdem ist nicht automatisch das größte Format die beste Wahl. Entscheidend sind Betrachtungsabstand, Informationsmenge und Einsatzort.
- A3 eignet sich für Aushänge, die aus kurzer Entfernung gelesen werden.
- A2 funktioniert gut in Schaufenstern, Verkaufsräumen oder auf Veranstaltungen.
- A1 ist ein klassisches Format für Veranstaltungs-, Kultur- und Wahlplakate.
- A0 bietet viel Fläche für große Plakate, Pläne und Präsentationen.
Die B-Reihe: das Zwischenformat
Die B-Formate liegen jeweils zwischen zwei A-Größen. B0 ist beispielsweise größer als A0, B1 liegt zwischen A0 und A1. Dadurch entstehen zusätzliche Größen, wenn ein A-Format zu klein und das nächstgrößere zu groß wäre.
| Format | Größe in Millimetern |
|---|---|
| B0 | 1.000 × 1.414 mm |
| B1 | 707 × 1.000 mm |
| B2 | 500 × 707 mm |
| B3 | 353 × 500 mm |
| B4 | 250 × 353 mm |
| B5 | 176 × 250 mm |
| B6 | 125 × 176 mm |
| B7 | 88 × 125 mm |
| B8 | 62 × 88 mm |
| B9 | 44 × 62 mm |
| B10 | 31 × 44 mm |
B-Formate werden unter anderem für Bücher, Karten, größere Umschläge und Sonderdrucksachen eingesetzt. Im normalen Büroalltag begegnen sie uns deutlich seltener als die A-Reihe.
Die C-Reihe: Papier und Briefumschläge passend kombinieren
Die C-Formate liegen größenmäßig zwischen den A- und B-Formaten derselben Nummer. Dadurch passt ein A-Blatt in eine C-Hülle und diese wiederum in eine B-Hülle.
Das bekannteste Beispiel ist C4: Ein A4-Blatt mit 210 × 297 Millimetern passt ungefaltet in einen C4-Umschlag mit 229 × 324 Millimetern.
| Format | Größe in Millimetern |
|---|---|
| C0 | 917 × 1.297 mm |
| C1 | 648 × 917 mm |
| C2 | 458 × 648 mm |
| C3 | 324 × 458 mm |
| C4 | 229 × 324 mm |
| C5 | 162 × 229 mm |
| C6 | 114 × 162 mm |
| C7 | 81 × 114 mm |
| C8 | 57 × 81 mm |
| C9 | 40 × 57 mm |
| C10 | 28 × 40 mm |
Welcher Umschlag passt zu welchem Inhalt?
| Umschlag | Passender Inhalt | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| C6, 114 × 162 mm | A6 oder mehrfach gefaltetes A4 | Grußkarten, Einladungen, private Post |
| DL, 110 × 220 mm | gefalteter A4-Brief | klassische Geschäftspost |
| C6/C5, 114 × 229 mm | gefalteter A4-Brief mit mehr Spielraum | Serienbriefe und maschinelle Kuvertierung |
| C5, 162 × 229 mm | A5 oder einmal gefaltetes A4 | mehrseitige Briefe, kleine Broschüren |
| C4, 229 × 324 mm | A4 ungefaltet | Verträge, Bewerbungen, Urkunden |
| B4, 250 × 353 mm | C4 oder umfangreicher A4-Inhalt | Kataloge und umfangreiche Unterlagen |
Wichtig: Standardbrief, Kompaktbrief, Großbrief und Maxibrief sind keine DIN-Formate. Das sind Versandklassen der Deutschen Post, die zusätzlich von Gewicht, Dicke, Seitenverhältnis und Beschaffenheit abhängen.
DIN lang: ein Begriff, mehrere Formate
Bei kaum einem Format entstehen so viele Missverständnisse wie bei DIN lang. Im Alltag wird die Bezeichnung für mehrere ähnliche Größen verwendet.
| Bezeichnung | Größe | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1/3 A4 | 99 × 210 mm | exaktes Langformat aus einem gedrittelten A4-Blatt |
| DIN-lang-Flyer | häufig 100 × 210 mm | gerundetes Druckereiformat |
| DIN-lang-Flyer Plus | häufig 105 × 210 mm | breitere Handelsvariante |
| gefalteter Geschäftsbrief | ungefähr 105 × 210 mm | A4 nach entsprechender Brief-Faltung |
| DL-Umschlag | 110 × 220 mm | klassische Geschäftsbriefhülle |
| C6/C5-Umschlag | 114 × 229 mm | größere Hülle für gefaltetes A4 |
Ein ungefalzter DIN-lang-Flyer kann also 99, 100 oder 105 Millimeter breit sein. Bei einem Falzflyer kommt zusätzlich die Frage hinzu, ob mit DIN lang das offene oder das geschlossene Format gemeint ist.
Deshalb sollte ein Druckauftrag niemals nur die Angabe „DIN lang“ enthalten. Sicherer ist zum Beispiel:
Endformat 99 × 210 Millimeter, Hochformat, ungefalzt.
Bei einem Faltblatt sollten zusätzlich das offene Format, das geschlossene Format und die Falzart angegeben werden.
Gibt es genormte Langformate?
Die Norm erlaubt auch verlängerte Formate, die durch das Teilen eines A- oder B-Bogens entstehen. Die Bezeichnung nennt den Bruch und das Ausgangsformat. Beispiele sind 1/3 A4 mit 99 × 210 Millimetern und 1/4 A4 mit 74 × 210 Millimetern. Solche Bezeichnungen sind im Alltag deutlich seltener als A4 oder A5.
Das ist nicht dasselbe wie der DL-Umschlag mit 110 × 220 Millimetern. Auch hier gilt: Im Angebot und in den Druckdaten immer die konkreten Millimetermaße nennen.
Offenes und geschlossenes Format bei Flyern und Broschüren
Bei einem gefalteten Druckprodukt gibt es zwei relevante Größen:
- Das offene Format zeigt die vollständige Größe vor dem Falzen.
- Das geschlossene Format beschreibt die Größe des fertigen Produkts.
Ein A4-Blatt kann beispielsweise durch zwei Falzungen zu einem sechsseitigen Langformat-Flyer werden. Je nach Falzart werden die Seiten dabei unterschiedlich angeordnet.
Häufige Falzarten
- Mittelfalz: Das Blatt wird einmal in der Mitte gefaltet.
- Wickelfalz: Die Seiten werden nacheinander nach innen eingeschlagen.
- Zickzack- oder Leporellofalz: Die Seiten werden abwechselnd nach vorne und hinten gefaltet.
- Altarfalz: Die beiden Außenseiten klappen wie Türen zur Mitte.
- Kreuzbruch: Das Papier wird in zwei unterschiedlichen Richtungen gefaltet, beispielsweise bei Plänen.
Bei einem Wickelfalz ist die nach innen laufende Seite meist etwas schmaler. Deshalb sollten die einzelnen Seitenbreiten nicht ohne Druckvorlage berechnet werden.
Postkarten, Visitenkarten und weitere Sonderformate
Nicht jedes bekannte Druckformat gehört zur DIN-Reihe.
Postkarten
A6 mit 105 × 148 Millimetern ist die klassische Postkartengröße. Ebenfalls häufig verwendet werden Langformate mit 210 × 105 Millimetern oder sogenannte Maxi-Postkarten.
Ob eine Karte tatsächlich als Postkarte verschickt werden kann, hängt von den aktuellen Vorgaben des Postdienstleisters ab. Dabei spielen neben der Fläche auch Papiergewicht, Seitenverhältnis und Gestaltung der Adressseite eine Rolle. Bei der Deutschen Post darf eine Postkarte derzeit 140 bis 235 Millimeter lang und 90 bis 125 Millimeter breit sein; die Länge muss mindestens dem 1,4-Fachen der Breite entsprechen. A6 passt in diesen Bereich, A5 ist dagegen zu breit.
Briefgrößen der Deutschen Post
Auch die Begriffe Standard-, Kompakt-, Groß- und Maxibrief bezeichnen keine DIN-Formate, sondern Versandklassen. Für den Versand innerhalb Deutschlands gelten derzeit folgende Höchstmaße und Gewichte:
| Versandklasse | Länge × Breite | Maximale Dicke | Maximales Gewicht |
|---|---|---|---|
| Standardbrief | 140–235 × 90–125 mm | 5 mm | 20 g |
| Kompaktbrief | 100–235 × 70–125 mm | 10 mm | 50 g |
| Großbrief | 100–353 × 70–250 mm | 20 mm | 500 g |
| Maxibrief | 100–353 × 70–250 mm | 50 mm | 1.000 g |
Diese Werte gelten mit Stand August 2026. Vor größeren Mailings sollten die aktuellen Versandbedingungen und Portopreise erneut geprüft werden.
Visitenkarten
Visitenkarten sind nicht DIN-genormt. In Deutschland hat sich das Format 85 × 55 Millimeter etabliert. Es passt gut in Portemonnaies und Kartenfächer. Eine weitere häufige Variante ist 90 × 50 Millimeter.
Fotodrucke
Das bekannte Fotoformat 10 × 15 Zentimeter entspricht nicht DIN A6. Fotos besitzen meistens ein Seitenverhältnis von 2:3, während DIN-Papier das Verhältnis 1 zu 1,414 verwendet.
Quadratische Formate
Quadratische Flyer, Karten oder Broschüren fallen ebenfalls nicht unter die A-Reihe. Häufige Größen sind 105 × 105, 148 × 148 oder 210 × 210 Millimeter. Sie fallen auf, können aber höhere Produktions- oder Versandkosten verursachen.
Bücher und Magazine
Bücher sind nicht automatisch DIN A5 oder DIN A4. Verlage und Druckereien verwenden zahlreiche Formate, beispielsweise 120 × 190, 135 × 215 oder 170 × 240 Millimeter. Deshalb sollte auch bei Büchern immer das tatsächliche Endformat angegeben werden.
RA und SRA: Warum Druckbogen größer als das Endprodukt sind
Ein A4-Flyer wird nicht immer auf einem exakt 210 × 297 Millimeter großen Bogen gedruckt. Die Druckmaschine benötigt zusätzliche Fläche für Beschnitt – also einen über das Endformat hinaus bedruckten Rand, der später abgeschnitten wird –, Schnittmarken, Passermarken, Farbkontrollstreifen und den Transport des Papiers durch die Maschine.
Dafür gibt es unter anderem die Rohbogenreihen RA und SRA.
| Format | RA | SRA |
|---|---|---|
| 0 | 860 × 1.220 mm | 900 × 1.280 mm |
| 1 | 610 × 860 mm | 640 × 900 mm |
| 2 | 430 × 610 mm | 450 × 640 mm |
| 3, häufige Ableitung | 305 × 430 mm | 320 × 450 mm |
| 4, häufige Ableitung | 215 × 305 mm | 225 × 320 mm |
SRA3 mit 320 × 450 Millimetern ist beispielsweise ein verbreitetes Format im Digitaldruck. Nach Druck und Weiterverarbeitung wird das Produkt auf sein endgültiges A- oder Sonderformat zugeschnitten.
Für Kundinnen und Kunden ist meist nur das fertige Endformat entscheidend. Für Gestaltung und Druckproduktion ist die Unterscheidung jedoch wichtig.
Bezeichnungen wie A3+, Super A3 oder SRA3+ sind dagegen nicht einheitlich. Je nach Drucker, Maschine oder Papierlieferant können andere Maße gemeint sein. Maßgeblich ist deshalb immer das technische Datenblatt.
Plakatformate: von A3 bis zur 18/1-Großfläche
Kleine Plakate werden häufig in A-Formaten produziert. In der professionellen Außenwerbung existiert zusätzlich ein eigenes Bogensystem.
Die Grundeinheit ist traditionell ein A1-Bogen. Die Bezeichnung 18/1 bedeutet daher, dass die Fläche ungefähr 18 A1-Bogen umfasst.
| Bezeichnung | Typisches Endformat | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| A3 | 297 × 420 mm | Innenräume, Verkaufsstellen, Schaufenster |
| A2 | 420 × 594 mm | Kulturplakate, Schaukästen, lokale Werbung |
| 1/1 oder A1 | 594 × 841 mm | Veranstaltungsplakate und Allgemeinstellen |
| 2/1 oder A0 | 841 × 1.189 mm | größere lokale Plakate |
| klassisches 4/1 | ca. 1.190 × 1.680 mm | Litfaßsäulen und Allgemeinstellen |
| 6/1 | ca. 1.190 × 2.520 mm | hohes Säulenformat |
| 8/1 | ca. 1.190 × 3.360 mm | Ganzsäulen und hohe Säulenmotive |
| 18/1-Großfläche | 3.560 × 2.520 mm | klassische Straßenplakatwand, rund 9 m² |
| 36/1-Panorama | 7.120 × 2.520 mm | doppelte Großfläche, rund 18 m² |
| 40/1-Superposter | häufig 5.260 × 3.720 mm | Fassaden und große Verkehrsknoten |
Die Angaben 4/1, 18/1 oder 40/1 sind Branchenbezeichnungen und keine Garantie für ein universelles Produktionsmaß. Besonders bei beleuchteten Vitrinen, Säulen und Sonderflächen können die Maße je nach Vermarkter abweichen.
Allgemeinstelle, Ganzsäule und Litfaßsäule
Eine Litfaßsäule ist zunächst nur der physische Werbeträger. Wie sie belegt wird, kann unterschiedlich sein:
- An einer Allgemeinstelle teilen sich mehrere Werbetreibende die Fläche.
- Eine Ganzsäule wird exklusiv von einem Werbetreibenden belegt.
- Eine City-Light-Säule ist eine beleuchtete oder hinterleuchtete Premiumvariante.
- Digitale Säulen zeigen wechselnde Motive auf Bildschirmen.
Das genaue Format einer Säule sollte immer vor der Gestaltung beim Vermarkter abgefragt werden.
City-Light-Poster: Warum 4/1 nicht immer 4/1 ist
Ein klassisches 4/1-Säulenplakat ist ungefähr 1.190 × 1.680 Millimeter groß. Ein City-Light-Poster wird in der Werbebranche ebenfalls häufig als 4/1 bezeichnet, misst aber normalerweise 1.185 × 1.750 Millimeter.
Die Formate sind also nicht austauschbar.
Die wichtigsten Außenwerbeformate
| Werbeträger | Typisches Endformat | Besonderheit |
|---|---|---|
| City-Light-Poster, CLP | 1.185 × 1.750 mm | hinterleuchtete Vitrine, etwa an Haltestellen |
| City-Light-Säule | 1.185 × 3.500 mm | hohes, beleuchtetes Premiumformat |
| Großfläche 18/1 | 3.560 × 2.520 mm | klassische geklebte Straßenplakatwand |
| Mega-Light oder City-Light-Board | 3.560 × 2.520 mm | hinterleuchtete Großflächenvitrine |
| Riesenposter | frei, teilweise mehrere hundert Quadratmeter | Fassaden und Baugerüste |
| Bauzaunbanner | häufig etwa 3.400 × 1.730 mm | Baustellen-, Immobilien- und Standortwerbung |
Obwohl Großfläche, Mega-Light und City-Light-Board ähnlich groß sein können, unterscheiden sich Material, sichtbarer Bereich, Befestigung und Druckdaten erheblich.
Endformat, Datenformat und Sichtformat unterscheiden
Besonders bei Plakaten und Außenwerbung sind drei Angaben wichtig:
- Endformat: die tatsächliche Größe des produzierten Drucks.
- Datenformat: die Größe, in der die Druckdatei angelegt wird. Große Plakate werden häufig verkleinert im Maßstab 1:3 oder 1:6 gestaltet.
- Sichtformat: der Bereich, der nach dem Einsetzen in Rahmen oder Halterung tatsächlich sichtbar bleibt.
Texte, Logos, QR-Codes und wichtige Bildelemente sollten innerhalb des sicheren Sichtbereichs liegen. Ein Rahmen kann mehrere Zentimeter des gedruckten Motivs verdecken.
Für professionelle Außenwerbung gilt deshalb: Erst den konkreten Standort und Werbeträger buchen, anschließend das aktuelle Datenblatt des Vermarkters herunterladen und danach gestalten.
Digitale Außenwerbung: Hier zählen Pixel statt Millimeter
Bei digitalen Werbeflächen gibt es kein einheitliches DIN-Format. Entscheidend sind Seitenverhältnis und native Bildschirmauflösung.
| Digitaler Werbeträger | Häufiges Seitenverhältnis | Beispielauflösung |
|---|---|---|
| digitale City-Light-Stele | 9:16 | 1.080 × 1.920 Pixel |
| Bahnhof-Infoscreen | 16:9 | 1.920 × 1.080 Pixel |
| digitales Roadside-Billboard | häufig 3:2 | beispielsweise 672 × 448 Pixel |
| Mall-Screen | 9:16 oder 16:9 | vom Bildschirm abhängig |
| digitale Säule oder Giant Screen | Sonderformat | standortabhängig |
Selbst zwei Screens mit derselben Produktbezeichnung können unterschiedliche Pixelmaße besitzen. Die Datei sollte deshalb immer passend zum konkret gebuchten Bildschirm ausgegeben werden.
Welches Format ist für welchen Zweck sinnvoll?
| Vorhaben | Geeignetes Format |
|---|---|
| Geschäftsbrief, Rechnung oder Angebot | A4 |
| ungefalteter Vertrag im Umschlag | A4 in C4 |
| gefalteter Geschäftsbrief | A4 in DL oder C6/C5 |
| umfangreicher Handzettel | A5 |
| kompakter Werbeflyer | A6 oder 99/100/105 × 210 mm |
| Postkarte oder Einladung | A6 |
| sechsseitiger Falzflyer | häufig A4 offen, Langformat geschlossen |
| kleine Broschüre | A5 |
| Datenblatt oder größere Broschüre | A4 |
| kleiner Aushang | A3 |
| Schaufensterplakat | A2 oder A1 |
| Veranstaltungs- oder Wahlplakat | A1 oder A0 |
| beleuchtete Werbung in Innenstädten | City-Light-Poster |
| klassische Straßenwerbung | 18/1-Großfläche |
| digitale Stadtstele | 9:16 nach Anbieter-Datenblatt |
| Bahnhof- oder Informationsscreen | häufig 16:9 |
Was muss bei der Bestellung angegeben werden?
Damit es bei Druck und Weiterverarbeitung keine Überraschungen gibt, sollten möglichst folgende Angaben gemacht werden:
- Endformat in Millimetern
- Hoch- oder Querformat
- offenes und geschlossenes Format bei Falzprodukten
- gewünschte Falzart
- Beschnitt nach Vorgabe der Druckerei
- Papier beziehungsweise Material und Grammatur
- ein- oder beidseitiger Druck
- bei Plakaten: End-, Daten- und Sichtformat
- bei Außenwerbung: Vermarkter, Werbeträger und Standort
- bei Digitalwerbung: native Pixelgröße und erlaubtes Dateiformat
Häufige Fragen zu DIN-Formaten und Papiergrößen
Wie groß ist DIN A4 in Zentimetern?
DIN A4 misst 21,0 × 29,7 Zentimeter beziehungsweise 210 × 297 Millimeter. Im Querformat lauten die Maße 29,7 × 21,0 Zentimeter; die Papiergröße bleibt dieselbe.
Ist DIN lang 99, 100 oder 105 Millimeter breit?
Alle drei Maße kommen in der Praxis vor. 99 × 210 Millimeter ist das exakte Drittel von A4, 100 × 210 Millimeter ein häufiges Druckereiformat und 105 × 210 Millimeter eine breitere Handelsvariante. Ein DL-Umschlag misst dagegen 110 × 220 Millimeter. Deshalb sollte die Bestellung immer konkrete Maße enthalten.
Welcher Briefumschlag passt zu DIN A4?
Ungefaltet passt A4 in C4. Einmal auf A5 gefaltet passt es in C5. Für den üblichen Geschäftsbrief mit zwei Falzungen eignen sich DL oder C6/C5.
Welches Format eignet sich für einen Flyer?
A6 ist kompakt und günstig zu verteilen, A5 bietet mehr Platz, und ein Langformat von etwa 99 bis 105 × 210 Millimetern eignet sich gut für Preislisten, Mailings und Falzflyer. Die beste Wahl hängt von Inhalt, Verteilung und gewünschter Fernwirkung ab.
Wie groß ist ein 18/1-Plakat?
Die klassische 18/1-Großfläche misst 3.560 × 2.520 Millimeter und besitzt rund neun Quadratmeter Fläche. Für die Druckdatei gelten meist ein verkleinerter Maßstab und anbieterabhängige Produktionsvorgaben.
Was ist der Unterschied zwischen A3 und SRA3?
A3 ist ein fertiges Endformat mit 297 × 420 Millimetern. SRA3 ist mit 320 × 450 Millimetern größer und dient als Produktionsbogen. Der zusätzliche Rand wird für Druck, Beschnitt und Weiterverarbeitung benötigt.
Fazit: Der Name allein reicht häufig nicht aus
Die DIN-Reihen sorgen dafür, dass Papier, Druckprodukte, Briefhüllen und Ablagesysteme zusammenpassen. Besonders die A-Formate folgen einer klaren und praktischen Logik: Jede Größe entsteht durch Halbieren oder Verdoppeln.
Außerhalb der klassischen A-Reihe wird es jedoch schnell unübersichtlich. DIN lang kann mehrere Breiten besitzen. Visitenkarten sind nicht DIN-genormt. Ein City-Light-Poster ist trotz der Bezeichnung 4/1 nicht so groß wie ein klassisches 4/1-Säulenplakat. Digitale Werbeflächen richten sich wiederum nach Pixeln und nicht nach Zentimetern.
Die sicherste Vorgehensweise lautet deshalb:
Nicht nur den Formatnamen nennen, sondern immer die tatsächliche Breite und Höhe in Millimetern angeben.
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Quellen und weiterführende Informationen
- DIN: Die Geschichte der DIN-Formate
- DIN EN ISO 216: A- und B-Reihen
- DIN 476-2: C-Reihe
- DIN 678-1: Briefhüllenformate
- DIN EN ISO 217: Rohformate RA und SRA
- Deutsche Post: Briefe und Postkarten
- DIN 683: Plakatformate und Plakattafeln
- Ströer: Produktionsdaten für Außenwerbung
- AWK: Digital-Out-of-Home Media Kit 2026

